Beschreibung
Die Herausforderung
Das kennen wir doch alle: Es gibt Jahre, da ist es entspannt und es gibt Jahre, da können die Asthmatiker kaum Luft bekommen.
Gemeinsam mit den Tierhalter*innen wird alles versucht: Ausführliche Diagnostik mit Bronchoskopie, Biopsie, Blutgasanalyse, Allergietest usw.
Therapien mittels Schleimlöser, Bronchiodiatatoren, Antiphlogistika, Cortison, Antiallergika, oral, per injektionem, per Inhalation, Lungenwäsche und und und….
Alle klassischen und modernen Mittel ausgeschöpft, aber der Patient zeigt sich therapieresistent.
Auffallend bei allen diesen Therapien ist doch, dass hier die Umweltbedingungen, wie zum Beispiel die Wetterlage kaum einbezogen werden.
Mit der Traditionellen Chinesischen Veterinärmedizin haben wir die Möglichkeit auch das zu berücksichtigen.
Die Kriterien der Untersuchung des westlichen und chinesischen Untersuchungsganges ähneln sich zwar sehr, unterscheiden sich aber erheblich in der Gewichtung und Interpretation der Untersuchungsergebnisse. Das Konzept der Symptome und Krankheitszeichen ist in der TCVM weiter gefasst als im Westen und basiert auf dem grundlegenden Prinzip, dass Symptome und Krankheitszeichen auch den Zustand der inneren Organe widerspiegeln.
Erkrankungszeichen sind in der TCVM zu beachten und nicht zu bekämpfen
Das Wesen der Chinesischen Diagnostik
Während der westliche Ansatz die Ursache einer Krankheit als die herrschende Kraft betrachtet, sieht die östliche Medizin die Ursache von Krankheit im Zusammenspiel verschiedener, in Wechselbeziehung stehender Einflüsse. Die Grundlegende Bestrebung der TCVM, Variablen in das Bild eines Kranken zu integrieren steht im direkten Widerspruch zu den gängigen Forschungsmethoden in der Westlichen Medizin, Variablen zu kontrollieren und möglichst auszuschließen.
Die westliche Medizin tendiert zur Analyse einzelner Symptome um die Ursache einer Erkrankung zu erfassen. In der TCM werden alle Symptome, und nicht nur die Ursache, betrachtet und zur Feststellung des Zhen herangezogen
Zyklisches, ganzheitliches Denken ó Lineares Denken
In der TCM bilden die physiologischen- und Umweltvariablen die Grundlage um zu einem Verständnis für Gesundheit und Krankheit zu gelangen.
Im Gegensatz zur westlichen Schulmedizin sieht die chinesische Medizin Krankheit nicht als Ursache eines vorliegenden Problems, sondern als Ergebnis der Wirkung ganz unterschiedlicher Faktoren. Variablen sollen ins Bild des Patienten integriert werden, anstatt sie auszuschließen. Nicht das Erreichen von Durchschnittsparametern, sondern individuelle Gesundheit wird angestrebt. Lineare Denkweise führt daran leider vorbei. Die Analyse einzelner Symptome übersieht leider allzu oft die übergeordneten Zusammenhänge. Spezialisierung in abgegrenzte Fachbereiche, oft sogar ohne gemeinsame Schnittstelle, kann das oft nicht leisten. Komplexe, bildhaft verknüpfende Betrachtungsweise ist hier gefragt. Zeichen müssen erkannt und im Kontext betrachtet werden.
In der TCVM soll eine Verbindung zwischen den vorhandenen Symptomen, einem Organsystem bzw. Funktionskreis und den verschiedenen Aspekten des Yin Yang, sowie den Einflüssen der Umwelt hergestellt werden. Dabei werden auch Krankheitszeichen mit einbezogen die scheinbar gar nicht zum – westlich gesehen – aktuellen Krankheitsgeschehen gehören.
Die Jahreszeit oder die klimatischen Umstände in denen eine Erkrankung zum ersten Mal auftrat ist genauso wichtig wie die Art und Weise des Krankheitsverlaufs.
Ebenso wichtig sind Tageszeit und oder Jahreszeit in denen ein Problem besonders deutlich ist.
Asthma nach TCVM
Chronische Erkrankung, auch nach Infektionen, entsteht nur wenn zugrundeliegend eine Leere im Körper vorliegt.
Wir kennen zwei Hauptverantwortliche:
Milz Qi Leere und Nieren Qi Leere.
Durch Milz Qi Leere werden die Flüssigkeiten in der Lungen nicht mehr richtig transformiert und transportiert. Das verursacht Probleme mit dem Lungen Qi Fluss. Durch Nieren Qi Leere verliert die Niere die Fähigkeit das Lungen Qi zu ergreifen und nach unten zu ziehen.
Es folgen revoltierendes Lungen Qi und damit Probleme bei der Ausatmung. Das Lungen Qi wird geschädigt, was zu Dyspnoe und der Unfähigkeit des Absenkens und damit zu Husten führt.
Überforderung und Trauer kann das Lungen Qi zusätzlich schwächen.
Mögliche TCVM-Diagnosen auf einen Blick
Lungen Qi Stagnation mit Lungen Qi Leere durch Milz Qi Mangel
Lungen Qi Stagnation mit Lungen Qi Leere durch Nieren Qi Mangel
Zeichen für Lungen Qi Stagnation mit Lungen Qi Leere durch Milz Qi Mangel
Chinesische Zeichen
Adspektion
● verstärkte Bauchatmung
● Husten eventuell mit Auswurf
● Atemnot
● evtl. geblähte Nüstern
● Nasenausfluss möglich
● Leistungsschwäche
● Kurzatmigkeit
● Evtl.Verdauungsprobleme, Kotwasser
Palpation
● verstärkte Bauchatmung
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