Beschreibung

„Der muss sich daran gewöhnen." „Ignorieren, dann hört das auf." „Da braucht es mehr Konsequenz." Solche Aussagen begegnen vielen Hundehalter:innen – oft gut gemeint. In der Praxis führen sie jedoch nicht selten dazu, dass sich Probleme eher verstärken als verbessern.

Mythos 1: „Der muss da durch"

Wird ein Hund einem angstauslösenden Reiz unkontrolliert ausgesetzt, kann Folgendes passieren:

  • Die Stressreaktion nimmt zu

  • Die Reizempfindlichkeit steigt

  • Der Hund reagiert beim nächsten Mal früher und intensiver

Statt Gewöhnung entsteht häufig eine Verstärkung der Angstreaktion.

Mythos 2: „Mehr Konsequenz löst das Problem"

Strafe oder Druck verändern die zugrunde liegende Emotion nicht. Sie können Verhalten kurzfristig unterdrücken – gleichzeitig steigt jedoch das Stressniveau. Das Verhalten wirkt zunächst „besser", tritt aber in anderen Situationen oder stärkerer Form wieder auf.

Mythos 3: „Das wächst sich aus"

Gerade bei jungen Hunden wird Unsicherheit oft als vorübergehend eingeordnet. In vielen Fällen zeigt sich jedoch:

  • Die Reaktion tritt häufiger auf

  • Sie wird intensiver

  • Sie überträg

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