Beschreibung

Umfangreiche Praxis und Kenntnisse über die Methoden und Wirkungen der Kastration von männlichen Nutztieren und sogar Menschen sind seit der Antike weit verbreitet, aber erst vor wenigen Jahrzehnten entwickelte sich die Kastration zu einem routinemäßigen Bestandteil der Hundehaltung. Wissenschaftler der University of California, Davis, USA, haben einen Beitrag im Fachmagazin „Frontiers in Veterinary Sciences“ veröffentlicht, über die in den USA gängige Praxis der Frühkastration bei Hunden im Alter von 6 Monaten („6-month-neuter“). 


Die Autoren führen an, dass einige der Folgen dieser bedeutenden physiologischen Veränderung erst in jüngster Zeit offensichtlich geworden sind. Wie die datenbasierte Studie an 35 Rassen zeigt, gibt es große Rasseunterschiede im Zusammenhang mit den Auswirkungen der Kastration, insbesondere bei der frühen Kastration, einschließlich eines erhöhten Risikos für Gelenkerkrankungen und einige Krebsarten. Die Untersuchung an Mischlingshunden belegt, dass bei großen Hunden das Risiko für Gelenkerkrankungen erhöht ist. 


Die Einbeziehung rassespezifischer und geschlechtsspezifischer Effekte für das Alter bei der Kastration haben die Betrachtung eines Paradigmenwechsels

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