Beschreibung

Matti, ein Chihuahua-Mischling, geboren im Oktober 2020, wurde erstmalig im Alter von 12 Wochen aufgrund einer Kieferfehlstellung (Dysgnathie) vorgestellt.

Klinische Untersuchung & Diagnose

In der klinischen Untersuchung konnte eine kongenitale schwere Malokklusion basoskeletalen Ursprungs der Klasse 2 mit starkem Rückbiss (Distalbiss) festgestellt werden, was einer mandibulären Distokklusion entspricht. Im Alter von 6 Monaten wurde Matti wieder vorgestellt und die Entwicklung der Zahnstellung kontrolliert. Aufgrund des starken Rückbisses war die Stellung der Canini des Unterkiefers relativ zu steil zum Oberkiefer und sie schoben nicht an diesem vorbei, sondern es entstand auf beiden Seiten ein Einbiss, distopalatinal der Oberkiefercanini. Das entspricht einem Unterkiefercaninussteilstand vom Grad 4.

Einbisse können durch Traumatisierung des Oberkiefers oder antagonistischer Zähne Schmerzen verursachen und zu vermindertem Spielverhalten, schlechterer Futteraufnahme und Kopfscheuheit führen. In extremen Fällen kann sich sogar eine oronasale Fistel entwickeln. Grundsätzlich ist die Prognose bei Kieferfehlstellungen umso besser, je früher eine Behandlung eingeleitet werden kann, da so noch das Kieferwachstum ausgenutzt werden kann, um eine physiologische bzw. funktionelle Verzahnung zu gewährleisten. Dentoalveoläre Fehlstellungen sind i. d. R. leichter zu korrigieren als basoskeletale.

Therapie

Der Lösungsansatz bestand darin, den Unterkiefercaninussteilstand Grad 4 durch Lateralisierung der Canini 304 und 404 zu behandeln. Im Anschluss sollten die Canini des Unterkiefers dann distal der Oberkiefer-Canini am Gaumen vorbei schieben. Eine Aufbiss-Schiene sollte eine entsprechende Lateralbewegung ermöglichen. Unter tiefer Sedierung wurde daraufhin eine Aufbiss-Schiene aus Kunststoff angefertigt und eingesetzt. Das Prinzip einer Aufbiss-Schiene beruht auf der passiven Lateralisierung durch den stetigen Druck der Canini auf eine schiefe Ebene. Da dieser Eingriff ke

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Die Praxis besteht schon seit über 30 Jahren und wurde 2011 von Familie Gey übernommen. Seit 2011 wurde die Praxis stetig um- und neugebaut und ist mittlerweile von einem 4-Mann-Betrieb auf 16 Mitarbeitende gewachsen. Im Fachbereich Zahnmedizin ist die Praxis mittlerweile Überweisungspraxis in der Region und unser Ziel ist es, in den anderen Fachbereichen die...