Beschreibung

ZÜRICH (Biermann) – Primärer Hypoadrenokortizismus (PH) ist eine seltene Erkrankung bei Katzen. Die Ergebnisse einer Studie der Uni Zürich, Schweiz, geben Aufschluss über den natürlich vorkommenden PH bei Katzen mit Schwerpunkt auf der Langzeitbehandlung mit Desoxycorticosteronpivalat (DOCP) und Prednisolon. Die Wissenschaftler konnten zeigen, dass die Bedarfsdosis an DOCP und Prednisolon bei Katzen höher ist als die, die derzeit bei Hunden verwendet wird. Nach Auffassung der Autoren erscheint eine DOCP-Anfangsdosis von 2,2 mg/kg alle 28 Tage und eine Prednisolon-Erhaltungsdosis von 0,3 mg/kg/Tag, abgestimmt auf den individuellen Bedarf der Katze, gerechtfertigt.

Alle Katzen dieser Fallserie erhielten im Rahmen der regulären Abklärung eine Ultraschalluntersuchung des Abdomens mit Beurteilung der Nebennieren. Bei 6 der 11 Katzen beurteilten die Radiologen die Größe der Nebennieren als kleiner als normal. Auch wenn es keinen akzeptierten Referenzbereich für die Nebennierengrößen gesunder Katzen gibt, können bei Katzen mit PH sehr kleine Nebennierenbreiten vorliegen. Daher sollte bei einer Katze mit unspezifischen klinischen Symptomen und ohne berichtete Vorgeschichte einer Glukokortikoidbehandlung eine Nebennierenbreite von <2,7 mm als Indikation interpretiert werden, die Katze auf PH zu untersuchen. Wie bei Hunden sind die häufigsten biochemischen Befunde bei Katzen mit PH Hyponatriämie und Hyperkaliämie. Die offensichtliche Neigung von Britisch-Kurzhaarkatzen für PH, die in der Studie beobachtet wurde, sollte weiter untersucht werden, so die Wissenschaftler.

Die deskriptive Fallserie schloss 11 Katzen mit natürlich vorkommendem PH ein und umfasste Daten zu Signalement, klinisch-pathologischen Befunden, Nebennierenbreite und Dosierungen von DOCP und Prednisolon während einer Nachbeobachtungszeit von >12 Monaten. Die Katzen waren zwischen 2 und 10 Jahre alt (Median 6,5); 6 Katzen gehörten der Rasse Britisch Kurzhaar an. Die häufigsten Symptome waren verminderter Allgemeinzustand und Lethargie, Anorexie, Dehydrierung, Obstipation, Schwäche, Gewichtsverlust und Hypothermie. Über

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