Beschreibung
Seit der griechischen Mythologie steht die Eule als
Sinnbild für eine klare Sicht und kluge Unterscheidung. Sie kann im
Dunkeln sehen, und ihre Weisheit wirkt wie eine innere Brille. Sie
nimmt sich die Zeit hinzusehen, wahrzunehmen, und klug zu
entscheiden.
In komplexen
Feldern mit einer hohen Termin- und Informationsdichte wie der
Tiermedizin werden dagegen schnelle Antworten belohnt: entscheiden,
handeln, weitermachen.
Reflexion fordert uns heraus, denn sie wirkt diesem Tempo
bewusst entgegen, sie verlangsamt und sie ordnet. Und genau darin
liegt ihre Wirksamkeit.
Wenn du schon etwas länger in meinen Artikeln und Beiträgen
liest, weißt du, dass ich die Dinge grundsätzlich aus 2
Perspektiven bzw. Durch 2 verschiedene Brillen betrachte: durch die
psychologische und durch die unternehmensberaterische.
Nicht fehlende Belastbarkeit macht müde, sondern
fehlende Einordnung
Aus meiner psychologischen Sicht sind es häufig nicht die
Ereignisse selbst, die uns belasten, beanspruchen oder sogar
erschöpfen, sondern das permanente Weiterfunktionieren ohne
Verarbeitung.
Die Achtsamkeits- und Resilienzforschung zeigen:
Gut geführte Selbstreflexion unterstützt die
Emotionsregulation, Sinnbildung und Selbstwirksamkeit. Entscheidend
ist bei der Selbstreflexion nicht etwa ein Grübeln, sondern die
Qualität der Fragen einerseits, und die Bereitschaft, sie diesen
Fragen offen zu stellen andererseits.
Kluge Fragen helfen, Erfahrungen einzuordnen statt sie
abzuspalten. Sie schaffen inneren Abstand und si ermöglichen,
bewusst zu entscheiden anstatt automatisch zu reagieren.
Diese Wirkung endet nicht bei den Dingen, die uns ganz
persönlich betreffen, bei unseren Werten, Wünschen,
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