Beschreibung
Knopfologie Ultraschall – die wichtigsten Einstellungen verständlich erklärt
Eindringtiefe (Depth):
Mit dem Depth‑Knopf wird die Eindringtiefe des Ultraschalls
eingestellt – also wie tief der dargestellte Bildausschnitt in den
Körper reicht. Diese Einstellung gehört zu den wichtigsten während
einer Ultraschalluntersuchung und sollte für jedes untersuchte
Organ neu angepasst werden.
Eine geringere Tiefe vergrößert die dargestellten Strukturen und
verbessert die Detailauflösung, eine größere Tiefe zeigt weiter vom
Schallkopf entfernte Bereiche – allerdings kleiner und weniger
detailliert.
Die Grundregel lautet daher: Immer nur so tief einstellen wie
unbedingt nötig.
Am Beispiel der Niere bedeutet das:
Die Niere sollte zentriert im Bild liegen und etwa zwei Drittel bis
drei Viertel der Bildhöhe einnehmen. Der untere Bildrand endet
knapp unterhalb der Niere.
Dasselbe Prinzip gilt für das Herz: Ist es zu klein dargestellt,
ist die Eindringtiefe zu groß eingestellt; wird es am unteren
Bildrand abgeschnitten, ist die Tiefe zu gering. Optimal liegt das
Herz zentriert im Bild, mit einem schmalen Gewebesaum
unterhalb.
Der Depth‑Knopf beeinflusst ausschließlich die Bildtiefe, nicht die
Darstellung nach links oder rechts.
Gain (Gesamtverstärkung):
Der Gain‑Regler steuert die Gesamthelligkeit des
Ultraschallbildes. Je nach Gerät ist er als Gain,
B oder 2D beschriftet.
Ein zu niedriger Gain macht das Bild zu dunkel – feine Details und
Strukturen gehen verloren. Ein zu hoher Gain führt zu einem
überstrahlten, verrauschten Bild, in dem Gewebegrenzen schlechter
abgrenzbar sind.
Ziel ist ein ausgewogen Bildeindruck mit gut erkennbarem Kontrast.
Dieser ist bis zu einem gewissen Grad subjektiv und abhängig von
individuellen Sehgewohnheiten. Als Orientierung gilt:
physiologischer Harn und physiologische Galle sollten anechogen,
also schwarz, dargestellt sein.
Der Gain muss nicht zwingend bei jedem Organ neu eingestellt werden, sollte aber bei jedem Organ kurz überprüft werden.
Fokus:
Mit der Fokuseinstellung wird festgelegt, in welcher Tiefe des
Bildes die höchste laterale Auflösung erreicht wird. Der Fokus
sollte auf Höhe der relevanten Struktur oder leicht darunter
positioniert sein.
Je nach Ultraschallsystem und Indikation ist der Einfluss des Fokus
deutlich oder eher gering. Es empfiehlt sich, die Wirkung dieser
Einstellung am eigenen Gerät bewusst an verschiedenen Organen zu
testen, um ein Gefühl für ihren Nutzen zu entwickeln.
Frequenz:
Die Frequenz beeinflusst im B‑Bild das Verhältnis zwischen
Auflösung und Eindringtiefe.
Hohe Frequenzen liefern eine detailreichere Darstellung, dringen
jedoch weniger ti
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