Beschreibung

STENDAL (Biermann) – Im Rahmen von Tollwutbekämpfungsprogrammen werden regelmäßig Entzündungen der Hirnhäute und/oder des Gehirns bei Rotfüchsen und anderen wildlebenden Carnivoren festgestellt. Bei negativen Tollwutvirus-(rabies virus, RABV) Ergebnissen bleiben die Ätiologien vieler Fälle unbekannt. Eine Studie zeigt, dass wildlebende Fleischfresser in Sachsen-Anhalt hauptsächlich Träger des caninen Staupevirus (canine distemper virus, CDV) , sowie anderer, teilweise zoonotischer Erreger sind. 
Das Ziel der Studie lag darin, einen Überblick über das Vorkommen von Krankheitserregern zu geben, die im Gehirn von wilden Carnivoren Krankheiten hervorrufen und eine Gefahr für Menschen und andere Tiere darstellen. In den Jahren 2016 und 2017 wurden im Rahmen eines Überwachungsprogramms in Sachsen-Anhalt, Gehirnproben von 1124 wild lebenden Fleischfressern mittels direktem Immunfluoreszenz-AK-Test auf RABV sowie RT-qPCR auf das Vorhandensein von CDV untersucht. 
Ähnliche Methoden wandten die Wissenschaftler an, um spezifisch Suid Herpesvirus 1 (SuHV-1), West-Nil-Virus (WNV), Borna-Disease-Virus 1 (BoDV-1), canines Alpha­herpesvirus 1 (CaHV-1), canines Parvovirus Typ 2 (CPV-2), Fuchs-Circovirus (FoxCV) und Neospora caninum (N. caninum) nachzuweisen. Auch wurden eine bakteriologische Untersuchung auf Listeria monocytogenes (L. monocytogenes) und eine immunhist

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