Beschreibung

Vorweg in eigener Sache: ich verzichte darauf, zu gendern. Das lässt sich leichter lesen - und leichter schreiben. Es dürfen sich wirklich alle von Herzen gemeint und angesprochen fühlen. 
Und natürlich weiß ich: Die Tiermedizin ist ganz schön weiblich!

Es ist März - der tiermedizinische Nachwuchs kommt!

Einige wissen es: ich habe neben beruflichen auch ganz persönliche Einblicke in das, was unsere „Vetis“ bewegt; meine Tochter schließt ihr Studium der Tiermedizin ebenfalls im Frühjahr 2026 ab. Seit 2019 durfte ich sie und einige Kommilitoninnen (da brauche ich gar nicht gendern; das waren wirklich alles junge Frauen) durch alle Höhen und Tiefen begleiten, die auch die Generationen an Tiermedizin-Studierenden vor ihnen bereits durchlebt haben. Und noch durch ein paar neue mehr, denn dazwischen lag ja mit der Pandemie eine noch nie dagewesene Situation mit unterschiedlichen Herausforderungen für uns alle.

Eine altbekannte Herausforderung kommt jetzt mit dem Ende der letzten Staatsexamina wieder auf uns zu: die frisch gebackenen Tierärztinnen und Tierärzte treten in den Praxis- oder Klinikalltag ein. Ich bin mir sicher, die meisten starten voller Motivation und mit Plänen im Kopf, aber auch mit Respekt vor der großen Verantwortung. Gleichzeitig höre ich in Gesprächen mit erfahrenen Tierärzten immer wieder eine ähnliche Botschaft: „Die jungen Tierärzte werden immer passiver.“

An der Stelle frage ich immer nach, was genau damit gemeint ist, und am häufigsten geht es um wahrgenommene Zurückhaltung, wenig Initiative oder große Unsicherheit und das Vermeiden von Entscheidungen und damit von Verantwortungsübernahmeim Praxis- oder Klinikalltag. Gleichzeitig nehmen viele „alte Hasen“ auch wahr, was ich aus Gesprächen mit den Jungen erfahre: diese setzten häufig selbst stark unter Druck und haben das Gefühl, von Anfang an alles wissen und richtig machen zu müssen. 

Es entsteht ein interessantes Paradox: während die einen Passivität wahrnehmen, kämpfen die anderen mit den zu hohen Erwartungen an sich selbst. Aber das ist natürlich nicht alles.

Ein weiterer Punkt, den ich interessant finde ist, dass ich d

Jetzt anmelden und weiterlesen!

Dieser Beitrag ist nur für Tierärzt:innen, TFA und Animal Health Experts geeignet.
Lege dir jetzt kostenlos ein VetStage Profil an, um den vollständigen Beitrag zu lesen.

Hinweis
VetStage ist nicht für den Inhalt verantwortlich. Bitte wende dich bei Rückfragen direkt an den Verfasser.

Eine interessante Seite. Teile sie jetzt mit deinem Netzwerk.

Stefanie Püttner Coaching & Beratung

Mentale und psychische Belastungen, gepaart mit hoher körperlicher Beanspruchung, führen in der Tiermedizin häufig zu chronischem Stress und gesundheitlichen Folgen. Fehlzeiten, Jobhopping, Berufswechsel, Langzeiterkrankungen oder auch Suizid betreffen nicht nur einzelne Mitarbeitende, sondern belasten ganze Teams und Praxen. 
Das hinzunehmen und immer wieder neues Personal zu ...