Beschreibung

Warum impfen wir Hunde und nicht Menschen gegen Tollwut?

Eine Frage, die uns bei unserer Arbeit in Ostafrika immer wieder gestellt wird. Dank konsequenter Impfkampagnen und Aufklärungsarbeit ist die Tollwut in vielen Ländern der Welt weitgehend unter Kontrolle. Doch leider profitieren nicht alle Regionen davon: Weltweit stirbt alle 9 Minuten ein Mensch an Tollwut – besonders betroffen sind Länder des Globalen Südens, in denen jährlich 59.000 Menschen an Tollwut sterben. Allein in Afrika werden jedes Jahr 21.000 Todesfälle verzeichnet. Seit über 20 Jahren führen wir daher Impfkampagnen in Ostafrika durch, finanziert durch die von Tierarztpraxen gespendeten Impfeinnahmen.

Hunde als Hauptüberträger

Etwa 99 % der humanen Tollwutfälle in Ostafrika werden durch den Biss eines infizierten Hundes verursacht. Tollwut wird über den Speichel infizierter Tiere übertragen, und Hunde sind das wichtigste Reservoir des Virus. Durch die Impfung von Hunden verhindern wir die Verbreitung des Virus und somit Infektionen beim Menschen.

Um Tollwut effektiv zu bekämpfen, müssen mindestens 70 % der Hundepopulation geimpft werden. Diese sogenannte Herdenimmunität entzieht dem Virus seinen Lebensraum und schützt die gesamte Gemeinschaft.

Kosten und Zugang zu Impfstoffen

In Kenia leben rund 55 Millionen Menschen und etwa 5-6 Millionen Hunde. Eine flächendeckende Impfung der Hundepopulation ist daher wesentlich effizienter als eine Immunisierung der Menschen. Während eine Postexpositionsprophylaxe (PEP) für einen Menschen nach einem Hundebiss etwa 85 US-Dollar kostet, liegt der Preis für einen Hundeimpfstoff be

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