Beschreibung
„Da müssen Sie einfach mehr trainieren." Dieser Satz fällt häufig, wenn Hunde Angstverhalten zeigen. Aus verhaltensmedizinischer Sicht greift er bei Angst jedoch oft zu kurz.
Angst ist kein reines Lernproblem
Training setzt voraus, dass ein Hund in der Lage ist, neue Informationen aufzunehmen und zu verarbeiten. Angst hingegen ist eine emotionale Reaktion, die im Gehirn schnell und weitgehend automatisch entsteht.
Das bedeutet: Ein Hund reagiert nicht ängstlich, weil er „falsch gelernt" hat – sondern weil bestimmte Reize in seinem Nervensystem als bedrohlich bewertet werden. Diese Bewertung lässt sich nicht allein durch Wiederholung oder Korrektur verändern.
Was im Körper bei Angst passiert
Bei ausgeprägter Angst befindet sich der Organismus in einem Zustand erhöhter Aktivierung:
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Stresshormone wie Adrenalin und Cortisol werden ausgeschüttet
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Die Aufmerksamkeit ist stark auf potenzielle Gefahren fokussiert
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Die Fähigkeit zur Reizverarbeitung ist eingeschränkt
In diesem Zustand ist das Gehirn nicht auf Lernen ausgelegt, sondern auf schnelle Reaktion und Absicherung.
Warum Training unter hoher Anspannung oft scheitert
Wenn ein Hund in einem solchen Zustand trainiert wird:
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