Nephrektomie - Nierenchirurgie beim Hund

erstellt am 7. September 2021

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Fachbeitrag
Ein Beitrag von  Dr. Dr. Peter Pantke 

Dr. Dr. Peter Pantke ist Cheftierarzt der AniCura Tierklinik in Ahlen, wo er sich als Spezialist für Urologie, HNO und Laser-Chirurgie unter anderem der Bekämpfung von Übergangszellkarzinomen widmet. Nach dem Studium der Tiermedizin in Berlin und Berufstätigkeit als Wissenschaftler und Fachtierarzt für Pferde absolviert er ein Studium der Humanmedizin in Düsseldorf. Es folgen Assistenzarztjahre als Urologe, bevor er 2013 wieder in die angestammte Tiermedizin zurückkehren konnte und an die Bielefelder Tierklinik wechselte. 2021 folgt innerhalb der AniCura Tierkliniken ein Wechsel nach Ahlen.,  Tierärztliche Klinik Ahlen auf VetStage
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Die paarig angelegten Nieren des Hundes werden nach Lage, Größe, Form, Struktur und Funktion beurteilt. Die rechte Niere reicht von der 12. Rippe bis zum 3. Lendenwirbel. Die linke Niere ist um eine halbe Organlänge nach kaudal versetzt. Die Längenausdehnung beider Nieren sollte röntgenologisch der 2,5 – 3,5 fachen Länge des zweiten Lendenwirbelkörpers entsprechen. Sonographisch imponieren beide Nieren im Normalfall durch ihre zart umkapselte Bohnenform, eine kortikomedulläre Distinktion sowie ein schlankes Pelvis renalis. Zahlreiche labordiagnostische Parameter liefern Hinweise auf eine Funktionseinschränkung. Die meisten therapeutischen Ansätze erfolgen konservativ. Beide Nieren des Hundes sind im Bedarfsfall auch über eine mediane Laparotomie chirurgisch gut zugänglich.

 

Operative Eingriffe an den Nieren

An den Nieren können sehr unterschiedliche Operationsverfahren vorgenommen werden. Tabelle 1 liefert eine Übersicht.

Beim Hund beschränkt sich die Nierenchirurgie zu allermeist auf die Nephrektomie, womit sich dieser Beitrag hauptsächlich beschäftigt. Die Nephrektomie dient der Entfernung einer erkrankten und den Gesundheitszustand des Organismus belastenden Niere unter der Voraussetzung, dass die verbleibende kontralaterale Niere eine adäquate Nierenfunktionsleistung aufrechterhält. Eine gesunde kontralaterale Niere reagiert häufig durch eine kompensatorische Hypertrophie, die sonographisch messbar ist. Um eine möglichst große renale Funktionsreserve zu erhalten, kann alternativ zur Nephrektomie über eine partielle Nephrektomie nachgedacht werden. Eine solche wird beim Menschen bevorzugt durchgeführt, wenn onkologische Operationsprinzipien dem nicht entgegenstehen und wenn eine Restfunktion von mindestens 15 - 20 % zu erwarten ist.

Diese Überlegungen wurden beim Hund mangels etablierter Operationstechniken bislang selten angestellt. Dabei ist über den Einfluss der Einnierigkeit beim Hund auf die Lebenserwartung nicht so viel bekannt. Im Zweifelsfall kann mittels renaler Szintigraphie eine seitengetrennte Funktionsanalyse beider Nieren erfolgen, eine diagnostische Methode, die allerdings wenigen tierärztlichen Kliniken vorbehalten ist. Vor einer anstehenden Nephrektomie sind Anamnese und klinische Symptomatik oft vielfältig und unspezifisch. Anamnestische Hinweise liefern die Beeinträchtigung des Allgemeinzustandes, Gewichtsverlust oder Gewichtszunahme, Zunahme des Bauchumfangs, Polyurie und Polydypsie, eine Hämaturie oder ein schweres Abdominaltrauma. Weitere Hinweise auf eine chirurgische Nierenerkrankung erhält man mittels Bildgebung in Form von Sonographie

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Dr. Dr. Peter Pantke

Dr. Dr. Peter Pantke ist Cheftierarzt der AniCura Tierklinik in Ahlen, wo er sich als Spezialist für Urologie, HNO und Laser-Chirurgie unter anderem der Bekämpfung von Übergangszellkarzinomen widmet. Nach dem Studium der Tiermedizin in Berlin und Berufstätigkeit als Wissenschaftler und Fachtierarzt für Pferde absolviert er ein Studium der Humanmedizin in Düsseldorf. Es folgen Assistenzarztjahre als Urologe, bevor er 2013 wieder in die angestammte Tiermedizin zurückkehren konnte und an die Bielefelder Tierklinik wechselte. 2021 folgt innerhalb der AniCura Tierkliniken ein Wechsel nach Ahlen.

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