Damit der Laden läuft… ohne Betriebspsychologin, ständige Mediationen & endlose Teambesprechungen ohne Ergebnisse
erstellt am 23. Oktober 2025
Du bist Tierärzt:in. Ich schätze, du möchtest auch in der Praxis hauptsächlich am Tier arbeiten, und nicht ständig Personalgespräche führen, den Terminkalender jonglieren oder Konflikte moderieren. Das ist aber „daily part of the game“.
Damit du zusammen mit deinem Team wirklich gute Medizin leisten kannst, muss der Laden laufen. Und das tut er nur, wenn Kommunikation, Führung, Konfliktkultur und Selbstfürsorge kein Nice-to-have sind, sondern integraler Bestandteil des Systems.
Damit der Laden läuft, braucht es eine klare Kommunikation. Sie ist die absolute Basis dafür, dass Abläufe funktionieren, die Patientenbesitzer:innen sich verstanden fühlen, und sie entscheidet darüber, ob dein Team miteinander arbeitet, nebeneinander oder sogar gegeneinander. Je bewusster und klarer du kommunizierst, desto weniger Energie verpufft im Nebel aus Missverständnissen, Rechtfertigungen und unausgesprochenem Ärger.
In der Praxis bedeutet das: lieber klare Worte, auch wenn sie dir vielleicht unangenehm sind oder unnötig erscheinen, als Interpretationsakrobatik. Denn wenn du, dein Team und die Patientenbesitzer:innen nicht wenigstens eine ähnliche Idee habt, wovon ihr miteinander sprecht, entsteht Reibung durch Missverständnisse: fachlich, organisatorisch und emotional. Wer also hier investiert, spart Zeit, Nerven und am Ende auch Geld - und schafft die Grundlage dafür, dass die Medizin im Mittelpunkt stehen kann.
Damit der Laden läuft, braucht es auch Führung - nicht zu verwechseln mit Kontrolle. Menschen müssen wissen, woran sie sind, brauchen Richtung und jemanden, der Haltung zeigt, auch (und gerade) wenn‘s ungemütlich wird. Ein Team, das „performen“ soll, braucht ein gemeinsames Ziel, gemeinsame Werte und eine gemeinsame Identität, denn sonst zieht jeder in eine andere Richtung.
Die Frage ist: wie kriegst du das hin, jeden Tag im Praxisalltag?
Die Antwort ist: diese Art von Führung ist nicht das schnöde Tool xy, das du anwendest, sondern sie ist eine Haltung, die du lebst. Die du nicht ausdrückst durch ein Flut von schriftlichen internen Anweisungen oder die ewig gleichen Ansagen in Teambesprechungen (versteh‘ mich richtig: auch Tools, schriftliches Festhalten von Abläufen und Teammeetings sind wichtig und Teil von Führungsarbeit. Aber sie sind die Vehikel, und nicht die Basis).
Alles, was du als Führungskraft tust oder nicht tust, ist „qua Rolle“ Führung; es sind Interventionen, die den von dir gewünschten oder eben nicht gewünschten Effekt haben.
Führung bedeutet, Erwartungen auszusprechen, Verantwortung zu übernehmen und zu teilen, Entscheidungen nachvollziehbar zu machen und Menschen zu sehen, nicht nur Arbeitskräfte. Nicht alle werden dich immer dafür lieben (das ist auch nicht nötig), aber alle werden davon profitieren. Okay, vermutlich alle bis auf Eine oder Einen: damit meine ich das Teammitglied, das das Vakuum, das entsteht, wenn du keine Füh
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VetMentorin Stefanie PüttnerIch bin Diplom-Psychologin, Beraterin, Coach & Traumatherapeutin mit über 15 Jahren Erfahrung in der Personal- und Organisationsentwicklung.
Ich verbinde betriebswirtschaftliches Denken mit psychologischer Tiefe und begleite Praxen, Kliniken & Menschen bei allen Themen rund um Kommunikation, Führung und mentale & psychische Gesundheit.
Wenn‘s akut wird, biete ich rasche Unterstützung in Krisensituationen.
Mein Ziel: weniger Drama, mehr Dialog - damit Praxen gesund wachsen können.
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