Fallbeispiel
Ein Beitrag von  Zuzanna Cegielska, Julie Pokar (Pferdeklinik Bockhorn),  TeamVet Tierkliniken auf VetStage

Sonografischer Nachweis und Entfernung eines hölzernen Fremdkörpers bei persistierender Wunde im Bereich des Fesselgelenkes beim Pferd

erstellt am 7. Januar 2026

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Signalement

Eine 6-jährige Trakehnerstute wurde aufgrund einer seit etwa vier Wochen bestehenden, kleinen Wunde am lateralen Fesselkopf der rechten Hintergliedmaße vorgestellt.

Anamnese

Vor etwa vier Wochen kam es zu einem akuten Einschuß mit deutlicher Schwellung der rechten Hintergliedmaße und einer kleinen Wunde lateral am Fesselkopf. Die Stute wurde zunächst tierärztlich behandelt. Unter antibiotischer und antiphlogistischer Therapie ging die Schwellung zurück, und die Wunde schloss sich nahezu vollständig. Nach wenigen Tagen trat jedoch ein Rezidiv auf; die Wunde wurde erneut eitrig und heilte trotz weiterer Therapie nur unvollständig ab.

Aus dem Wundsekret wurde ein Antibiogramm erstellt, in dem Staphylococcus aureus nachgewiesen wurde, sensibel gegenüber den meisten getesteten Antibiotika. Trotz leitliniengerechter antibiotischer Behandlung kam es weiterhin zu keiner zufriedenstellenden Wundheilung.

Klinische Untersuchung

Bei der klinischen Untersuchung zeigte sich eine geringgradige Lahmheit der rechten Hintergliedmaße. Am lateralen Fesselkopf befand sich eine etwa 3 mm große, rundliche Wunde mit leicht erhabenen Wundrändern sowie unmittelbar daneben eine zweite, sehr kleine Wundöffnung. Beide Läsionen lagen palmar im Bereich des Röhrbeines, in unmittelbarer Nähe der proximalen palmar-plantaren Aussackung des Fesselgelenkes.

Bildgebende Diagnostik

Röntgenuntersuchung:
Es wurden Röntgenaufnahmen der Zehe in 90- und 0-Grad-Projektion angefertigt. Dabei ergaben sich keine pathologischen Befunde. Insbesondere fanden sich keine Hinweise auf knöcherne Läsionen, Fremdkörper oder Gasansammlungen.

Ultraschalluntersuchung:
Die sonografische Untersuchung des Wundbereiches zeigte eine klar abgrenzbare, hypoechogene Wundhöhle mit echogenen Anteilen. Einer dieser echogenen Anteile wies eine auffallend gerade Kontur auf. Nach Rotation des Schallkopfes stellte sich diese Struktur als etwa 2 cm lange, lineare, stark echogene Kontur dar, die innerhalb der Wundhöhle lag. Die Struktur ließ sich von der kleineren zweiten Wundöffnung ausgehend bis in Richtung des Röhrbeines verfolgen.

Das sonografische Erscheinungsbild war hochgradig verdächtig auf einen linearen Fremdkörper, vermutlich organischen Ursprungs. Das dorsale Fesselgelenk sowie die mediale Aussackung zeigten keine verme

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Autor:innen

Zuzanna Cegielska, Julie Pokar (Pferdeklinik Bockhorn)

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