#worklifefamily - Kinder und Karriere in der Tiermedizin

erstellt am 26. Januar 2022

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Fachbeitrag
Ein Beitrag von  Dr. Eva Findeisen - Tierarztpraxis Dr. Guido Dedenbach
Interview: Jule Vandreier - VetStage ,  Tierarztpraxis Dr. Guido Dedenbach auf VetStage
Hinweis: VetStage ist nicht für den Inhalt verantwortlich. Bitte wende dich bei Rückfragen direkt an den Verfasser.

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Neue Lösungswege für eine bessere Balance zwischen Familie und dem Tiermedizin-Beruf


 

Die Diskussion um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf reißt nicht ab. Doch wie sehen das Eltern, die Kinder und Karriere schon längst unter einen Hut bringen? Was geht nicht, was eben doch? 

Wir sagen: Das geht! In einem Kurzinterview mit VetStage hat unsere Tierärztin & Mama Eva Findeisen Rede und Antwort gestanden: 

Eva, Du bist Tierärztin und gleichzeitig Mama - wie ist das für Dich?

Perfekt, weil ich meine beiden Herzensangelegenheiten im Leben habe. Ohne meine Familie würde kein Schritt gehen, aber ohne meine Arbeit bin ich auch nicht komplett. Beides zusammen macht mich glücklich.

Kinder werden häufig als größtes Karrierehindernis angesehen. Wie stehst Du dazu?

Das hängt davon ab, wie man seine Karriere angehen möchte. Der Tag hat für jeden nur 24 Stunden und wenn es das erklärte Ziel ist, in weniger als zehn Jahren Studium, Doktor und Fachtierarzt durchzubekommen, wird es mit Kindern zusätzlich kompliziert. Studium, Doktor und eins von zwei Kindern hat in der Zeit aber ganz gut funktioniert. ;)

Dennoch: Beides zu vereinbaren, wird oft als Doppelbelastung gesehen. Gibt es aber vielleicht auch einen doppelten Gewinn? Worin besteht der?

Wenn ich heim gehe, schalte ich ab, weil ich schlicht muss. Nach der OP geht es darum, wie es in der Schule war und wer heute beim Tischtennis auf dem Schulhof gewonnen hat.
Natürlich gibt es da auch ätzende Tage, an denen es in der Praxis blöd war und die Kinder mies gelaunt aus der Schule kommen. Aber es gibt auch Tage, in denen beide Bereiche ein Sahnehäubchen haben. Und alles dazwischen.
Insgesamt erlebe ich es oft, dass ein Bereich gerade blöd war und der andere Bereich das ausgleicht.

Erfolgreiche Frauen wandeln auf einem schmalen Grat zwischen Kompetenz demonstrieren und sympathisch rüberkommen. Das eine scheint das andere manchmal auszuschließen. Wie hast Du diesen schmalen Grat für Dich selbst erlebt?

Ich halte das ehrlich gesagt für ein Klischee. Ob man jemandem sympathisch ist, ist erstmal eine persönliche Frage.
Es gibt unendlich viele Frauen, die Arbeit, egal welcher Beruf, und Familie kombinieren. In den Klassen meiner Jungs ist es der absolut überwiegende Teil. Und da käme niemand auf die Idee, die Anderen zu verurteilen, weil sie das exakt gleiche tun wie man selbst.
Ich habe eine Freundin, die mit zwei Kindern eine Juniorprofessur anstrebt und eine, die mit drei Kindern als Physiotherapeutin für Kinder arbeitet.

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Dr. Eva Findeisen - Tierarztpraxis Dr. Guido Dedenbach
Interview: Jule Vandreier - VetStage

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