Intrauterine Blutplasmatherapie mit Thrombozyten - eine alternative Behandlungsmethode bei persistierender zuchtinduzierter Endometritis

erstellt am 24. Februar 2022

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Fachbeitrag
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Endometritis als physiologische Reaktion nach der Bedeckung

Eine Endometritis nach der Bedeckung ist zunächst einmal eine physiologische Reaktion. Sie zielt darauf ab, Samenplasma, überschüssiges Sperma, Mikroorganismen und Ablagerungen aus dem Gebärmutterlumen zu entfernen, um die Gebärmutter auf den möglichen Embryo vorzubereiten. 

Die persistierende zuchtinduzierte Endometritis führt zu einer herabgesetzten Fruchtbarkeit von Stuten

Von der physiologischen Endometritis abzugrenzen ist die persistierende zuchtinduzierte Endometritis (PBIE). Von der PBIE wird dann gesprochen, wenn die Stuten nicht in der Lage sind, die Entzündungsreaktion innerhalb von 48-72 Stunden nach der Bedeckung zu beseitigen. Diese Stuten weisen eine unzureichende Immunantwort und beeinträchtigte physische Abwehrmechanismen gegen Infektionen auf, sodass persistierende Entzündungen und Infektionen entstehen können. 

Ursächlich für die persistierende zuchtinduzierte Endometritis können infektiöse oder nicht-infektiöse Auslöser wie beispielsweise Sperma sein. Mikroorganismen, einschließlich pathogener und opportunistischer Bakterien und Pilze, sind mögliche Erreger einer infektiösen Endometritis. 

Die anhaltende Entzündung des Endometriums hat zur Folge, dass in der Gebärmutter suboptimale Bedingungen für den Embryo herrschen, sodass die Trächtigkeitsrate herabgesetzt ist. 

Bislang wird die persistierende zuchtinduzierte Endometritis multimodal behandelt, z.B. mit einer Kombination aus Gebärmutterspülung, Entzündungshemmern und Antibiotika. Durch das zunehmend mangelhafte Ansprechen auf die konventionelle Therapie und die Entwicklung von Antibiotikaresistenzen hat die Entwicklung alternativer Behandlungsmethoden an Bedeutung gewonnen. 

Eine Studie untersucht den Einfluss von intrauterinen Plasmainfusionen auf PBIE

Wissenschaftler sind nun der Frage nachgegangen, ob die Verabreichung von plättchenreichem Plasma (PRP) an Embryonenspenderstuten, im Vergleich zu Behandlungen mit plättchenarmem Plasma (PPP) oder einer Kontrollbehandlung (Lactat-Ringer-Lösung), zu einer geringeren Entzündungsreaktion führt und das Risiko einer Gebärmutterinfektion nach der Bedeckung verringert.

Für die Studie wurden die Mikrobiologie des Uterus

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