Afrikanische Schweinepest: Die Risiken einer Einschleppung in Auslauf– und Freilandschweinehaltungen

erstellt am 21. April 2022

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Fachbeitrag
Ein Beitrag von  Prof. Dr. Dr. h.c. Thomas C. Mettenleiter (13.04.2022): Qualitative Risikobewertung
zur Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest in Auslauf– und Freilandschweinehaltungen in Deutschland, 
Friedrich-Loeffler-Institut, URL: https://www.openagrar.de/servlets/MCRFileNodeServlet/openagrar_derivate_00045623/ASP_Risikobewertung_Freiland_2022-04-13.pdf (Stand: 21.04.22) 

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Wie hoch ist das Risiko eines ASP-Ausbruchs in Freiland- und Auslaufhaltungen in Deutschland?

Der erste Fall der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Deutschland trat bei einem Wildschwein am 10.09.2020 in Schenkendöbern, Landkreis Spree-Neiße, Brandenburg auf. Die anzeigepflichtige Tierseuche betrifft ausschließlich Suidae, darunter auch das Haus- und das Wildschwein. 

Eine Risikobewertung des Friedrich-Löffler-Instituts (FLI), soll einen Rahmen bieten, um das grundsätzliche Risiko eines ASP-Eintrags in Auslauf– und Freilandhaltungen abschätzen zu können. Die wirtschaftlichen Folgen und Konsequenzen aus Sicht des Tierschutzes sind im Falle eines ASP-Ausbruchs in Schweinehaltungen gravierend. 

Um eine Risikoeinschätzung zu ermöglichen, erfolgt eine Einteilung in ASP-freie Gebiete und in ASP-Sperrzonen: 

  • Sperrzone I: Gebiet ist ASP-frei, grenzt aber an Sperrzone II oder III

  • Sperrzone II: ASP bei Wildschweinen 

  • Sperrzone III: ASP nur bei Hausschweinen oder ASP bei Hausschweinen und bei Wildschweinen

Risiko für Freilandhaltungen/Auslaufhaltungen mit Biosicherheitsmaßnahmen entsprechend der SchHaltHygV

ASP-freie Gebiete: vernachlässigbar 

Sperrzonen I: vernachlässigbar

Sperrzonen II: gering 

Sperrzone III: 

  • ASP nur bei Hausschweinen : vernachlässigbar

  • ASP bei Hausschweinen und bei Wildschweinen: gering 

Risiko für Freilandhaltungen/Auslaufhaltungen bei unzureichenden Biosicherheitsmaßnahmen, welche die Anforderungen der SchHaltHygV nicht erfüllen

ASP-freie Gebiete: gering 

Sperrzone I: mäßig 

Sperrzone II: wahrscheinlich 

Sperrzone III: 

  • ASP nur bei Hausschweinen: gering 

  • ASP bei Hausschweinen und bei Wildschweinen: wahrscheinlich 

Übertragungswege

Eine Übertragung des Virus kann über direkten oder indirekten Kontakt erfolgen. In der Regel erfo

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Prof. Dr. Dr. h.c. Thomas C. Mettenleiter (13.04.2022): Qualitative Risikobewertung
zur Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest in Auslauf– und Freilandschweinehaltungen in Deutschland,
Friedrich-Loeffler-Institut, URL: https://www.openagrar.de/servlets/MCRFileNodeServlet/openagrar_derivate_00045623/ASP_Risikobewertung_Freiland_2022-04-13.pdf (Stand: 21.04.22)

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