"Tiffi" - Aufnahme von Weichspüler

erstellt am 27. April 2022

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Fallbeispiel
Ein Beitrag von  Tierklinik Rostock,  Tierklinik Rostock auf VetStage
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Die 2-jährige EKH "Tiffi" wurde aufgrund von plötzlicher Apathie, Inappetenz und einer heraushängenden Zunge vorgestellt.

In der klinischen Untersuchung zeigte sie ein reduziertes Bewusstsein, pappige Schleimhäute, eine erhöhte Körpertemperatur (40,8°C) und eine ausgeprägte Glossitis.

Lokale Entzündungsreaktionen, Verätzungen und Nekrosen wie im Fall von "Tiffy" können durch die Aufnahme größerer Mengen Haushaltsreiniger verursacht werden. Dies ist die zweithäufigste Vergiftung bei Katzen. Typische klinische Symptome sind Apathie, Salivation, eine geschwollene Zunge mit Schleimhautläsionen, Ataxie, Zittern und das Horner-Syndrom, sowie Schmerzen, Hyperthermie und Dehydratation. Erbrechen und Husten sind selten. 

Die Dekontamination sollte wenige Minuten bis Stunden nach der Aufnahme durch Ausspülen der Maulhöhle, Auswaschen von Fell und Pfoten mit Wasser sowie einer Augenspülung erfolgen. Das Auslösen einer Emesis oder die Gabe von Aktivkohle sind kontraindiziert!

Zur symptomatischen Therapie eignet sich die Rehydratation mit Vollelektrolytlösung und eine Analgesie mit Buprenorphin, NSAIDs oder Lidocain lokal. Weiterhin sollten Antihistaminika wie Chlorphenamin oder Cetirizin sowie Omeprazol oder Pantoprazol als Magenschutz verabreicht werden. Bei Bedarf kann auch Maropitant eingesetzt werden, um einer Emesis entgegenzuwirken. Die Ernährung über eine Nasen- oder Ösophagussonde kann bei besonde

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Tierklinik Rostock

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