Fallbericht: Chihuahua-Welpe mit akuter Regurgitation

erstellt am 25. Mai 2022

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Fallbeispiel
Ein Beitrag von  DiploVets (Vet-X-Perts GmbH) auf VetStage
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FALLBERICHT

Ein 2 Monate alter, weiblicher Chihuahua wird mit mit akuter Regurgitation vorstellig.

Zur weiteren Abklärung werden Thoraxaufnahmen in 2 Ebenen angefertigt.

Röntgenbeschreibung:

Im Bereich der Herzbasis ist der Ösophagus fokal dilatiert und mit weichteilattenuierendem Material gefüllt (rotes Oval). Das kraniale Medistinum ist in der VD Ansicht verbreitert, zeigt ansonsten aber keinen Hinweis auf freie Flüssigkeit oder eine Mediastinitis. Die Carina tracheae wird sekundär nach ventral verdrängt. 

Die Lunge ist normal in Zeichnung und Dichte, es gibt keinen Hinweis auf eine Aspirationspneumonie.

Röntgenologische Verdachtsdiagnose:

Verdacht auf fokalen Megaoesophagus sekundär zu einem ösophagealen Fremdkörper und sekundärer Obstruktion. Eine zugrundeliegende ösophageale Striktur ist möglich.

Weitere Diagnostik:

Kontraströntgen (Ösophagogramm) zur besseren Darstellung der Pathologie; Iodiertes Kontrastmittel ist bevorzugt wenn eine ösophageale Ruptur vermutet wird (Barium kann im Mediastinum eine granulomatöse Reaktion auslösen).

Ein Leck oder eine Fistel (Ösophagobronchial, Ösophagotracheal) kann mittels Ösophagogramm ebenfalls ausgeschlossen werden.

Bei Verdachtsbestätigung eines ösophagealen Fremdkörpers ist eine endoskopische Entfernung angeraten.

Finale Diagnose:

Osophagealer Fremdkörper (trockene Futterbestandteile), entfernt mittels Endoskopie.

 

Vielen Dank an Dr. ECVDI Thorsten Rick für diesen Fallbericht! 

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