Der Dirofilariose Therapieplan der American Heartworm Association zur Behandlung von Herzwürmern

erstellt am 13. April 2022

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Fallbeispiel
Ein Beitrag von  OÄ Clarissa Speer ,  AniCura Regensburg (Haslbach) auf VetStage
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Dirofilariose bei einer 1,5 Jahre alten Mischlingshündin

Merle, eine 1,5 Jahre alte Mischlingshündin aus Ungarn, war bei Vorstellung ein halbes Jahr in Besitz ihrer neuen Halter in Deutschland. Bei der Untersuchung auf Reisekrankheiten aus dem Ausland (Reiseprofil) waren der Makrofilarien-ELISA, der Mikrofilarien PCR sowie der PCR auf Dirofilaria immitis positiv. Symptomatisch war Merle jedoch unauffällig ohne Leistungsinsuffizienz oder Husten.

Weiterführende Diagnostik

Im Thoraxröntgen zeigte sich eine etwas vermehrt bronchiale Lungenzeichnung (siehe Bild 1). In der durchgeführten Echokardiografie (EKG) wurde einen beginnende Rechtsherzhypertrophie festgestellt und es waren multiple Herzwurmanschnitte zu erkennen (siehe Bild 2).

Auch eine Blutausstrich im Eigenlabor zeigte unzählige Dirofilarien (adulte Makrofilarien und junge Mikrofilarien) im Blut (siehe Bild 3).

Therapieplan der American Heartworm Association

Die Therapie der Dirofilariose erfolgte nach dem Therapieplan der American Heartworm Association mit dem Glukokortikoid Prednisolon, einem Antiparasitikum auf Imidacloprid/Moxidectin Basis, dem Antibiotika Doxycyclin und drei Injektionen des Antiparasitikums von Melasormin über insgesamt 120Tage.

Die nachfolgende kardiologische Untersuchung, der Makrofilarien-ELISA sowie die Mikrofilarien PCR waren ohne besonderen Befund bzw. negativ und Merle somit vollständig geheilt.

Bild 1
Bild 1 vermehrt bronchiale Lungenzeichnung
Bild 2
Bild 2 beginnende Rechtsherzhypertrophie und multiple Herzwurmanschnitte
Bild 3
Bild 3 ganze Würmer im Blut

Themengebiete

Autor:innen

OÄ Clarissa Speer

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