Epilepsie bei Hunden mittels Harnanalyse erkennen?

erstellt am 19. Mai 2022

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Fachbeitrag
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Epilepsiediagnostik beim Hund leicht gemacht - ein Wunsch vieler praktizierender Tierärzt:innen, der dank neuer Forschungsergebnisse in Erfüllung gehen könnte. 

Epilepsie stellt die häufigste chronische neurologische Erkrankung bei Hunden dar. Die Pathogenese epileptischer Anfälle ist noch nicht abschließend geklärt. Ein Ungleichgewicht zwischen exzitatorischer und inhibitorischer Neurotransmission, das durch Neurotransmitter- und Rezeptorveränderungen verursacht wird, könnte jedoch zur zugrundeliegenden Pathophysiologie von Anfällen beitragen. 

Harnanalyse als nicht-invasives Diagnoseinstrument

Intakte Neurotransmitter des ZNS werden in den peripheren Kreislauf transportiert und über die Niere mit dem Harn ausgeschieden. Wissenschaftler:innen wollten sich dies zu Nutzen machen und untersuchten, ob sich die Neurotransmitter im Harn von Hunden mit Epilepsie von denen gesunder Kontrolltiere unterscheiden. Denn die Diagnostik einer Epilepsie erfordert bislang die Bestimmung von Neurotransmittern aus Körperflüssigkeiten wie Liquor oder Serum - eine Harngewinnung ist hingegen nicht-invasiv und schnell gemacht.

Zu diesem Zweck wurden insgesamt 223 Harnproben von Hunden analysiert. 96 dieser Proben stammten von 63 Hunden mit idiopathischer Epilepsie, weitere 127 Proben wurden von Hunden einer gesunden Kontrollgruppe gewonnen. Anschließend wurden neun Neurotransmitter (Serotonin, Histamin, Glycin, Phenylethylamin, Dopamin, Adrenalin, Noradrenalin, Glutamat, ɤ-Aminobuttersäure) mittels Massenspektrometrie quantifiziert. 

Epilepsie wirkt sich auf die Neurotransmitter im Harn aus 

Es zeigte sich ein signifikanter Unterschied zwischen den Werten der Neurotransmitter im Harn (Glycin, Serotonin, Noradrenalin/Adrenalin-Verhältnis, ɤ-Aminobuttersäure/Glutamat-Verhältnis) von Hunden, bei denen idiopathische Epilepsie diagnostiziert wurde, und der

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