Rinderpraxis: Diagnose von Klauenbeinfrakturen per Ultraschall möglich?

erstellt am 22. Mai 2022

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Fachbeitrag
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Klauenbeinfrakturen gehören zu den häufigsten Frakturen bei adulten Rindern. Doch bei geschlossenen Frakturen kann meist nur eine klinische Verdachtsdiagnose durch Ausschluss von Differenzialdiagnosen und dem Vorhandensein von klinischen Symptomen gestellt werden - denn die meisten Rinderpraktiker haben keinen Zugang zu Röntgengeräten. Die Möglichkeit einer Diagnosestellung per Ultraschall wäre ideal!

Die Vorteile einer Ultraschalluntersuchung liegen auf der Hand: Das Ultraschallgerät ist häufig ein fester Bestandteil des Praxisinventars, es ist tragbar und damit universell einsetzbar und beim Gebrauch geht keine Gefahr von potenziell schädlicher Strahlung aus. 

Ist eine Ultraschalluntersuchung geeignet, um eine Klauenbeinfraktur zu diagnostizieren?

Eine aktuelle Studie ist dieser Frage nun nachgegangen. Insgesamt wurden 54 Klauen von geschlachteten Simmentaler Rindern mithilfe eines mobilen Ultraschallgeräts untersucht. 25 der Klauen wurden künstlich fakturiert. 

Zwei Untersucher (ein Tierarzt mit - und ein Tiermedizinstudent im letzten Studienjahr ohne Erfahrung im Umgang mit Ultraschallgeräten) beurteilten alle Klauen zweimal mit einem mobilen Ultraschallgerät (5-MHz Linearschallkopf - ein Schallkopf, der in der Rinderpraxis üblich ist).

Nur die äußere Kontur des Klauenbeins kann sonografisch dargestellt werden. Ein gesundes Klauenbein weist eine glatte, hyperechogene Knochenkontur auf. Bei einer Fraktur des Klauenbeins ist diese unterbrochen - einige Frakturen waren durch die Bildung einer erhöhten Kontur gekennzeichnet und in einigen Fällen waren kleine Knochenfragmente sichtbar. 

Röntgenaufnahmen der Klauen, die zur Bestätigung der Ergebnisse der Ultraschalluntersuchung angefertigt wurden, zeigten, das

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