Blasenruptur: Diagnostik und Therapie

zurück
Fachbeitrag

© Das Bild wurde automatisch aus dem Originalartikel übernommen. Bildrechte siehe Originalartikel.

„Meine Blase platzt gleich!“

Wer kennt sie nicht, diese mythische Redewendung. Gerade beim Menschen ist es nahezu unmöglich, dass die Blase ohne äußerliche Gewalteinwirkungen einfach „peng“ macht. Bei unseren Vierbeinern ist das aber etwas anders. Die Armen können uns nicht Bescheid sagen, wie doll die Blase drückt. Hier heißt es, immer gut im Auge behalten, ob beim Beinchen heben auch Urin kommt. Kommt nämlich ungewöhnlich lange keiner, weil womöglich eine Blockade den Ausgang versperrt, kann es ganz schnell ganz böse werden.

Aber „platzt“ die Blase wirklich wie ein wassergefüllter Luftballon?

Nein. Sie reißt. Durch ein kleines Leck sucht sich der Urin den Weg hinaus in die Bauchhöhle. Eine unvorstellbar schmerzhafte Angelegenheit, die mit schweren Entzündungen des Bauchfells, lebensbedrohlichen Blutwertveränderungen oder auch einer Sepsis einhergehen kann.

Um das Leck für die Operation zu lokalisieren wird dem Patienten ein Kontrastmittel in die Harnwege eingegeben, das sich im Röntgen weiß aufleuchtend darstellt. Es verteilt sich, wie sich der Urin verteilen würde und tritt somit auch aus dem Riss in die Bauchhöhle. So verfolgen wir im Namen Sherlocks die Spur und nehmen sie als Anhaltspunkt, um den Riss in der OP schneller auffinden zu können.

Das in unserem Fall entzündete poröse Gewebe wurde mitsamt Leck entfernt und die gesunden Schnittränder zusammengenäht. Nach einer sorgfältigen Dichtigkeitsprobe heißt es dann die Bauchhöhle bis zum Abwinken zu spülen., um den ganzen Mist zu entfernen.

Wichtig ist nun, dass der Patient bis zur vollständigen Heilung einen Katheter behält, über den dauerhaft Urin abfließen kann, damit sich die frisch genähte Blase auf keinen Fall prall füllt und in Ruhe verheilen kann. Bei unserem Patienten ergab der Patho-Befund der Blasenschleimhaut eine massive Entzündung, wodurch also auch die Harnröhre so stark angeschwollen ist, dass kein Urin mehr ausgeschieden werden konnte und die Blase schließlich platzte.

„Meine Blase platzt gleich!“

Wer kennt sie nicht, diese mythische Redewendung. Gerade beim Menschen ist es nahezu unmöglich, dass die Blase ohne äußerliche Gewalteinwirkungen einfach „peng“ macht. Bei unseren Vierbeinern ist das aber etwas anders. Die Armen können uns nicht Bescheid sagen, wie doll die Blase drückt. Hier heißt es, immer gut im Auge behalten, ob beim Beinchen heben auch Urin kommt. Kommt nämlich ungewöhnlich lange keiner, weil womöglich eine Blockade den

Jetzt anmelden und weiterlesen!

Dieser Fachbeitrag ist nur für Tierärzt:innen, TFA und Animal Health Experts geeignet.
Lege dir jetzt kostenlos ein VetStage Profil an, um den vollständigen Beitrag zu lesen.

Jetzt weiterlesen

Originalartikel lesen

Themengebiete

Veröffentlicht von

Tierklinik Posthausen
Hinweis: VetStage ist nicht für den Inhalt verantwortlich. Bitte wende dich bei Rückfragen direkt an den Anbieter

Ein interessanter Fachbeitrag. Teile ihn jetzt mit deinem Netzwerk.