Paratuberkulose im Rinderbetrieb

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Für TierärztInnen und TFA

Beschreibung

Mycobacterium avium subspecies paratuberculosis (MAP) ist verantwortlich für die Paratuberkulose in Rinderbetrieben. Die lange Inkubationszeit ohne deutliche Symptome macht die Erkennung sehr schwierig. Heimtückisch ist, dass infizierte Tiere, klinisch noch unauffällig, den Erreger phasenweise ausscheiden und so zur Verbreitung beitragen. Im späteren Verlauf der Erkrankung treten Leistungseinbußen, chronische Durchfälle und Kachexie auf. Es gibt keine Heilungsmöglichkeiten! Im Moment existiert kein einheitlicher Bekämpfungsansatz in Deutschland, doch haben die Erfahrungen deutlich gezeigt, dass eine Bekämpfung alleine durch die Eradikation der infizierten Tiere nicht funktioniert. Und damit ist auch gleichzeitig ein Paradigmenwechsel verbunden, denn bisher war das zentrale Element in der Tierseuchenbekämpfung immer die Abschaffung der Reagenten zur Sanierung der Betriebe. Bei der Paratuberkulose ist es aber viel wichtiger, durch verbesserte Hygiene, die Ausbreitung, Verschleppung und die Aufnahme des Erregers durch Jungtiere zu vermindern. Tierärztinnen und Tierärzte stehen deshalb vor der Herausforderung, ihre betreuten Rinderbetriebe vermehrt zu Fragen der Biosicherheit und zu Hygienekonzepten zu beraten. In diesem Online-Seminar wird das Erfolgskonzept zur Paratuberkulose-Verminderung aus Niedersachsen aus Sicht des Rinderpraktikers Dr. Matthias Link und aus Sicht der Niedersächsischen Tierseuchenkasse (TSK) von Dr. Susanne Eisenberg praxisnah beschrieben und erläutert.

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