Das Schwein und das Zink

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Für TierärztInnen und TFA

Beschreibung

Müssen wir wirklich noch über die Ödemkrankheit der Absetzferkel sprechen? Eigentlich wissen wir doch schon recht viel darüber. Stichworte wie Shigatoxin-bildende EDEC als Auslöser sind uns geläufig, oder dass die Pathogenität des Erregers neben dem Shigatoxin Stx-2e auch durch das ?-Hämolysin und durch bestimmte Adhäsine (Fimbrienantigen F18) bestimmt wird, haben wir doch alle in der Praxis gut verinnerlicht. Bewusst ist uns auch, dass das Management der Haltung eine wichtige Rolle im Krankheitsverlauf spielt, weil der Hauptinfektionsweg durch fäkal-orale Infektionen und durch Verschleppung der Erreger über Trinkwasser und Futtermittel verursacht wird. Präventionsstrategien sind unerlässlich, weil es keine adäquate Behandlung gibt und eine Antibiotikatherapie meistens zu spät kommt, weil das Toxin Stx-2e dann schon resorbiert ist. Aber wir stehen ab Juni 2022 in einem Wendepunkt der prophylaktischen Behandlung der Ödemkrankheit, denn dann sind Zinkoxidgaben EU-weit verboten. Der Durchfall von Absetzferkeln wird herkömmlich mit zinkoxidbasierten Produkten behandelt, die pharmakologische Dosierungen von Zinkoxid beinhalten. Die EU-Gesetzgebung wird erhebliche Änderungen für Schweinehalter und deren bestandsbetreuende Tierärztinnen und Tierärzte mit sich bringen, denn Zinkoxid kann ab 2022 nur noch als Futtermittelzusatz in niedriger Dosierung (ca. 150 ppm) verwendet werden. Zu stark ist die Umweltdrift bei der Zinkoxidgabe und die Ausbildung antimikrobieller Resistenzen, daher wurde diese Einschränkung getroffen. Drei Experten werden neue Studienergebnisse und Daten für dieses Online-Seminar mitbringen. Professor Jürgen Zentek beleuchtet Zink und Kupfergaben in der Schweinefütterung und erklärt die Risiken antimikrobieller Resistenzen. Tierärztin Pia Berger stellt neueste Daten zur Prävalenz von Ödemkrankheit E. coli (EDEC) in Deutschland vor. Dr. Vojislav Cvjetkovic erläutert die STX2e-Impfung als eine Präventionsstrategie der Ödemkrankheit und erläutert das subklinische Krankheitsgeschehen Nutzen Sie die Gelegenheit, im Live-Chat mit den Experten zu sprechen und Antworten auf Ihre persönlichen Fragen zu bekommen.

Teilnahme online