Referent:innen
Dr. Angelika Drensler
Fachtierärztin für Kleintiere in eigener Praxis, Schwerpunkt auf Katzenmedizin, Zertifizierung „Catfriendly Clinic – Gold“ (ISFM), Advanced Certificate of Feline Behaviour“ (ISFM), wissenschaftliche Kommunikation bei Laboklin, Gründungsmitglied der Deutschen Gruppe Katzenmedizin (nationale Gruppe der ISFM), Gründerin und Leiterin der AG-Katzenmedizin in der DGK-DVG
Sabrina Neusiess-Thorwirth
studierte in Hannover Tiermedizin. Im Rahmen ihrer tierärztlichen Weiterbildung spezialisierte sie sich insbesondere auf die Ernährungsberatung für Kleintiere und arbeitete in einer spezialisierten tierärztlichen Ernährungsberatung. In Wien legte sie erfolgreich die Prüfung zur Diplom-Ernährungsberaterin für Kleintiere ab und seit 2024 bringt sie ihre Expertise in die wissenschaftliche Abteilung von Hill’s ein.
Dr. Leona Kringe (in Moderation)
Tierärztin & Business Coach, VetStage GmbH
Fortbildungsinhalte
Die feline idiopathische Cystitis (FIC) zählt zu den häufigsten Ursachen für Harnwegssymptome bei Katzen. Gleichzeitig wird sie häufig falsch eingeordnet. Weniger als 10 % der Fälle sind bakteriell bedingt. Dennoch werden oft Antibiotika eingesetzt – ohne gesicherten Erregernachweis.
In der Praxis spielen meist andere Faktoren die entscheidende Rolle: Stress, ungeeignete Haltungsbedingungen und innerartliche Konflikte. In dieser Fortbildung zeigt dir Dr. Angelika Drensler, wie du FIC konsequent differenzialdiagnostisch, verhaltensbiologisch und haltungsbezogen denkst. Du lernst, Diagnostik, Therapie und Beratung strukturiert aufzubauen und typische Fehler zu vermeiden.
Dein Ziel: weniger Reflextherapie. Mehr Systematik. Bessere Langzeitergebnisse.
Inhalte – kompakt und praxisnah
FIC richtig einordnen: Unsauberkeit, Harnmarkieren oder LUTD? Klare Abgrenzung anhand von Anamnese, Verhalten und klinischem Bild
Bakteriell oder nicht?: Wann ist eine Harnwegsinfektion wirklich wahrscheinlich? Erregernachweis, Kultur und Resistenztest als Grundlage einer rationalen Antibiotikatherapie
Stressmedizin statt „Blasenentzündung“: FIC als stressassoziierte Erkrankung verstehen und neurobiologische Zusammenhänge erkennen
Ethologie als Schlüssel: Was das Verhalten der Vorfahren für heutige Wohnungskatzen und Freigänger bedeutet und warum viele Haltungsformen chronischen Distress fördern
Mehrkatzenhaushalt und verdeckte Konflikte: „Silent Stress“ erkennen und Ressourcenkonkurrenz sowie subtile Aggression als Trigger identifizieren
Konkrete Haltungs- und Beratungsstrategien: Toilettenmanagement, Futter- und Wasserplätze, Rückzugsorte gezielt gestalten sowie Umweltanreicherung sinnvoll einsetzen
Multimodales Management: Schmerztherapie gezielt einsetzen, Diätetik sinnvoll integrieren und Umweltmodifikation und Verhaltensmanagement kombinieren
Dein Nutzen als Tierärzt:in - nach dieser Fortbildung kannst du:
FIC-Patient:innen gezielt diagnostizieren und unnötige Antibiotikagaben vermeiden
Markierverhalten, Verhaltensauffälligkeiten und LUTD sicher unterscheiden
Stress- und Haltungsfaktoren in Einzel- und Mehrkatzenhaushalten systematisch erfassen
konkrete, umsetzbare Empfehlungen zur Haltungsoptimierung geben
einen strukturierten, multimodalen Therapieplan erstellen
Rückfälle reduzieren und Halter:innen aktiv einbinden
Vertiefe dein Wissen zur differenzierten Diagnostik und zum multimodalen Management der FIC. Melde dich jetzt an und stärke deine Kompetenz im strukturierten, leitliniengerechten Umgang mit felinen Harnwegspatient:innen.
ATF-Stunden
Für diese Fortbildung werden 2 ATF-Stunden anerkannt.
Bitte kontaktiere bei Rückfragen direkt den Anbieter.
(1 ATF-Stunde = 1 Bildungspunkt (BP) in der Schweiz; 1 ATF-Stunde = 1 Bildungsstunde (BS) in Österreich)
Fortbildung inkl. Lernerfolgskontrolle. Zertifikat steht nach Teilnahme zum Download bereit.
Fortbildungsdatum
Teilnahmegebühr
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