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Bewerbungsgespräche souverän meistern! – TEIL 2

Bewerbungsgespräche Souverän Meistern! – TEIL 2

Es gehört viel und doch auch wenig dazu, sich in Bewerbungsgesprächen authentisch und professionell darzustellen. Viel, denn besonders am Anfang bedarf es einiger Übung. Wenig, denn wenn man sich die „Regeln“ eingeprägt hat, verlieren Bewerbungsgespräche ihre Bedrohlichkeit.

Heute 10 weitere Tipps zum Meistern von Gesprächen:

 

11. Keine negativen Kommentare über vergangene Arbeitgeber.

Ein ganz wichtiger Tipp bei der Frage nach dem letzten Arbeitgeber: immer positiv bleiben! Wenn man schlecht über alte Chefs spricht, muss der neue Arbeitgeber zwangsläufig davon ausgehen, dass es ihm ggf. auch mal so ergehen wird. Und das möchte niemand!

 

12. Lie or not to lie.

Generell gilt: Keine Lügen im Bewerbungsgespräch. Jedoch kann man das ein oder andere Mal durchaus mit – auch nicht ganz zulässigen – Fragen konfrontiert werden und sollte diese dann souverän beantworten. „Sind Sie häufig krank?!“ oder „Haben Sie Kinderwunsch?“ müssen nicht 100% wahrheitsgemäß beantwortet werden. Antworten wie: „ich erfreue mich einer guten Gesundheit“ oder „aktuell möchte ich mich auf meine Karriere konzentrieren“ lassen die Fragen offen, ohne einen schlechten Beigeschmack auszulösen.

 

13. Kenne Deinen zukünftigen Arbeitgeber.

Ob eine Kleintierpraxis, eine Klinik oder eine Pharmafirma. Man muss wissen, mit wem man es zu tun hat. Eine Einladung zu einem Bewerbungsgespräch zeigt direktes Interesse des Arbeitgebers an der eigenen Person. Es ist nicht nur respektvoll, sich auf das Gespräch gut vorzubereiten, sondern zeigt auch den Willen des Bewerbers, die ausgeschriebene Stelle tatsächlich anzunehmen.

 

14. Fragen stellen.

Ein Interview ist nicht nur dazu da, dem Arbeitgeber die Möglichkeit zu eröffnen, einen potentiell neuen Arbeitnehmer kennen zu lernen, sondern auch anders herum. Fragen können sich im Gespräch ergeben, oder aber man notiert sich welche vorab und stellt diese im Anschluss. Hier sollte aber auch die Balance und der Respekt gewahrt werden. „Plumpe“ Fragen wie „hab ich dann immer am Wochenende frei?!“ oder „bekomme ich auch einen Dienstwagen?!“ können durchaus unpassend sein.

 

15. Fehlende „Hardskills“ sind erlernbar.

Wem es an Erfahrung oder zusätzlich gefordertem Wissen fehlt, der muss sich dennoch nicht unter einen Scheffel stellen. Erhält der Arbeitgeber den Eindruck, dass man willens ist, sich in eine Sache rein zu hängen, dazu zu lernen oder sich in einem speziellen Bereich fortzubilden, sind dies Pluspunkte, die Einem doch einen Job verschaffen können, der anfänglich unerreichbar erschien.

 

16. „Möchten Sie etwas trinken?“

Ja. Gerne. – Kaffee? Tee? Wasser? – IMMER Wasser. Warum? Kaffee unterstützt die Nervosität, beim Tee könnte man sich verbrühen und Wasser ist sehr geeignet dazu, einen Schluck zu nehmen, bevor man antwortet. Das bringt eine „Pause“ mit sich, in welcher man seine Antwort überdenken kann, ohne eine unhöfliche Stille zu bewirken.

 

17. Einen Stift bereit haben.

Die Wahrscheinlichkeit, einen Stift während eines Interviews benutzen zu müssen, ist eher gering. Dennoch. Sollte es zu einer Situation kommen, zeigt es wiederum, dass man sich gut vorbereitet hat. Und der Aufwand ist ja nun wirklich gering…

 

18. Höflichkeit als höchste Priorität.

Ein „Danke“ hat schon häufig Türen geöffnet, die verschlossen erschienen. Mit Respekt und Höflichkeit bleibt man immer in Erinnerung, auch wenn man den Job nicht bekommen sollte. Am Ende eines Interviews sollte man sich somit immer für die Zeit und die Einladung bedanken.

 

19. „Gibt es noch weitere Fragen?!“

Diese Frage muss nicht nur vom Arbeitgeber kommen. Gibt es vielleicht noch Fragen zum Lebenslauf? Ist noch etwas unklar? Außer einem direkten Feedback erfährt man hier durchaus auch, wie sehr sich der Interviewer mit den vorgestellten Bewerbungsunterlagen beschäftigt hat.

 

20. Wie man „nein danke“ sagt.

Es ist schön, wenn man einen Job erhält, den man sich gewünscht hat. Was aber, wenn die angebotene Stelle die eigenen Wünsche nicht erfüllt? Nun. Das Schlimmste ist, sich einfach nicht mehr zu melden. Man sollte niemals jemanden in der Luft hängen lassen! Es ist ok, nein zu sagen. Die höflichste Form hierbei ist, persönlich oder per Telefon abzusagen. Ein erneutes „Danke für Ihre Zeit“ leitet ein „aber bedauerlicherweise habe ich mich für eine andere Stelle entschieden/ sind unsere Ziele nicht miteinander vereinbar“… etc. gut ein.

 

Wer fällt kann wieder aufstehen. Bewerbungsgespräche sind ein Fallen und Steigen. Man darf sich hier nicht entmutigen lassen, sondern zusehen, aus den bisherigen Gesprächen zu lernen. Auch hier gilt der alt bewährte Spruch: Übung macht den Meister (und Meister sind bekanntlich nicht vom Himmel gefallen…).

 

Viel Erfolg wünscht

Lisa Leiner

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Dr. Lisa Leiner

Frau Dr. Lisa Leiner ist Tierärztin und Geschäftsführerin der Job- und Karriereplattform VetStage. Ihr Hauptaugenmerk liegt in der Personalakquise im Namen von Kolleginnen und Kollegen. Diskretion und gegenseitige Wertschätzung sowie Respekt stehen hierbei als Werte ganz oben.

Als Autorin des Buches "Stress- und Zeitmanagement für Tierärzte" schreibt sie zudem für das VetStage Magazin Artikel zu Themen wie Selbstmanagement, Kommunikation, Führungsqualitäten und Teamführung.

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