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Bewerbungsgespräche souverän meistern! – TEIL1

Bewerbungsgespräche Souverän Meistern! – TEIL1

Bewerbungen schreiben, Lebensläufe zusammenstellen, Anschreiben formulieren. Dies ist für viele bereits eine große Aufgabe und nimmt viel Zeit und Mühe in Anspruch. Wenn aber dann tatsächlich eine Einladung zum Bewerbungsgespräch kommt, dann schlägt dem Ein oder anderen doch das Herz bis zum Hals.

 

Wie bereite ich mich vor? Was ziehe ich an? Wie reagiere ich auf gestellte Fragen?

 

Hier die ersten 10 Tipps:

 

1. Die passende Kleidung:

Heutzutage haben die meisten Arbeitgeber eine Homepage. Auf dieser findet man erfahrungsgemäß auch Fotos von Mitarbeitern. Wie sind diese gekleidet? Locker? Hemd oder Bluse? Anzug und Krawatte? Diese Infos sind erste gute Hinweise für die eigene Garderobe. Zu leger sollte es aber niemals sein.

 

2. Pünktlichkeit steht ganz oben!

Lieber 15min vorher da sein, als auf die Minute genau. Der Wecker sollte am Tag des Bewerbungsgespräches mindestens 30min früher klingeln, denn man muss immer mit Verzögerungen rechnen.

Wer das Glück hat, bereits im Interviewraum warten zu dürfen, sollte sich nicht hinsetze, sondern sich z.B. ans Fenster stellen, hinausschauen, atmen und sich womöglich auch gleich vorstellen, dass dieser Raum der Eigene wäre. Das beruhigt die Nerven und stärkt das Selbstbewusstsein. Eine stehende Person macht zudem mehr Eindruck, als ein in sich zusammengesunkener Stuhlwarmhalter.

 

3. Der erste Kontakt.

Heißt: In die Augen schauen. Und Händeschütteln sollte gekonnt sein. Ein schlaffer, halbherziger Händedruck deutet eher auf Phlegmatiker hin als auf engagierte Mitarbeiter. Und natürlich: lächeln!!!

 

4. Zuhören und anschauen.

Wer immer vor einem sitzt. Man könnte zukünftig täglich mit demjenigen zu tun haben. Daher sollte im Interview auch die Aufmerksamkeit uneingeschränkt auf dieser Person liegen. Freundlich und respektvoll. Und den Augenkontakt halten. Wenn Fragen gestellt werden, nicht mit einem „yea“, „hmmm“, „uuaaa“ antworten, sondern klar mit Ja oder Nein.

 

5. Fragen beantworten.

Wenn Antworten ausführlicher beantwortet werden sollen, dann bitte nicht ausschweifen. Nichts ist anstrengender als ein langes „Blabla“ und ein „Reden um den heißen Brei“. Antworten sollten kurz und knapp sein und das Wesentliche beinhalten. Sollte die Atmosphäre lockerer werden, dann kann man durchaus seine Antworten auch ausschmücken, aber immer im Kopf behalten: Fragen beantworten!

 

6. Die eigenen Schwächen.

Ein kleiner Ausflug: Ich werde nie meine Anatomie-Prüfung vergessen. Ein Schädel liegt vor mir. Ich soll ihn beschreiben. Also fange ich an: Nasale, Frontale, Parietale, …. Usw.. Am Ende drehe ich den Schädel hin und her und sage zur Prüferin: Nun ja. Von diesem Foramen und diesem habe ich leider den Namen vergessen. Sagt sie: Frau Leiner, Sie haben den Schädel so toll beschrieben, mir wäre gar nicht aufgefallen, dass Sie diese beiden Foramina vergessen haben…

Ja. Stimmt wohl. Schwächen sollte man nicht auf dem goldenen Tablett servieren. – Das heißt, was sagt man?!

Wie wär‘s mit: „Ich bin schlecht in Interviews!“ – Schwächen im Bereich der SoftSkills sind besser zu erwähnen als fachliche Schwächen. Hierbei muss man sich aber auch nach dem zukünftigen Job richten. Natürlich sollte man nicht unter Menschenscheu leiden, wenn man in die Kundenakquise eines Futtermittelherstellers geht…

 

7. Unwiderstehlichkeit

Vor einem Bewerbungsgespräch sollte man sich immer überlegen, warum der neue Arbeitgeber einen UNBEDINGT haben wollen würde. Und genau SO sollte man sich präsentieren. Hier geht es dann plötzlich nicht mehr darum, dass man selbst den Job haben möchte, sondern dass der Job ohne einen selbst gar nicht geht!

 

8. Die eigene Präsentation

Es ist ein Grad zwischen Arroganz und Minderwertigkeit. Man sollte – z.B. mit Freunden in einer gemütlichen abendlichen Runde – üben, sich ohne Arroganz zu präsentieren. Wie verkaufe ich mich gut, wie stelle ich meine Kenntnisse und Fähigkeiten in den Vordergrund? So ein „Karriere-Abend“ ist lustig und nutzt allen Beteiligten, seine eigene Wahrnehmung zu schärfen.

 

9. Langsam sprechen

Hallomeinnameistlisaleinerichbintierärztinundgeschäftsführerinderseitevetstage… ÄÄÄHH?

Das Tempo eines Gespräches ist häufig auch entscheidend. Da man meist sehr aufgeregt ist, spricht man in der Regel eh schneller als gewollt. Daher klar machen: langsam sprechen. Dann trifft man meist genau die richtige Geschwindigkeit.

 

10. Ein Interview ist kein Test!

Warum wird man zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen? Weil der potentiell zukünftige Arbeitgeber nach dem Durcharbeiten der Bewerbungsunterlagen Interesse an genau dieser Person zeigt. Weil sie mehr erfahren möchte. Und genau als solches sollte das Interview gesehen werden. Nicht mehr und nicht weniger.

 

 

Lisa Leiner – Geschäftsführerin VetStage.de

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Dr. Lisa Leiner

Frau Dr. Lisa Leiner ist Tierärztin und Geschäftsführerin der Job- und Karriereplattform VetStage. Als Autorin des Buches "Stress- und Zeitmanagement für Tierärzte" schreibt sie regelmäßig auch für das VetStage Magazin Artikel zu den Themen Selbstmanagement, Kommunikation, Führungsqualitäten und Teamführung.

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