skip to Main Content

Die richtige Bewerbung – ein kleiner Einstieg

Die Richtige Bewerbung – Ein Kleiner Einstieg

Bevor man viel zu lange auf sein leeres Blatt am Rechner starrt und sich fragt, wie man nun eine aussagekräftige Bewerbung schreiben soll, hier unser Tipp:

Erst einmal die Bewerbung selbst liegen lassen und recherchieren:

  • Was ist das genau für ein Unternehmen, für das ich mich bewerben möchte?
  • Soll die Bewerbung schriftlich, online oder per Email erfolgen?
  • Gibt es besondere Anforderungen an den Lebenslauf (z.B. tabellarisch in amerikanischer Reihenfolge)?
  • Wer ist der konkrete Ansprechpartner / Ansprechpartnerin?
  • etc.

Diese Infos können, sofern sie nicht auf den jeweiligen Internetauftritten aufgeführt sind, auch telefonisch erfragt werden. Auf den Websites erfährt man meist auch, ob aktuell Praktikanten gesucht werden, oder ob überhaupt eine Stelle zu vergeben ist.
Aber auch Initiativbewerbungen sind seitens der Unternehmen und Praktiker oft gern gesehen. Hier liegt es also auf seitens des Bewerbers / der Bewerberin zu entscheiden, ob genau diese Praxis / Klinik oder das Unternehmen auf seine Wunschvorstellungen passt oder nicht.

 

Dann Schritt #1: Der Lebenslauf

Fragen Sie sich, wie Sie Ihren Lebenslauf gestalten möchten. Im Internet gibt es nicht nur viele Ideen dazu, sondern auch Vorlagen. Wenn Sie somit einigermaßen geschickt sind, haben Sie in kürzester Zeit wenigstens ein gutes Gerüst, auf dem man weitere Punkte aufbauen kann. Achten Sie auch auf das Layout Ihres Lebenslaufes. Ein „mal schnell“ zusammengeschusteter Lebenslauf in 12pt Times-New-Roman Word-Doc ohne jegliche Mühe wird leider keinen guten Eindruck bei Ihrem potentiellen Wunsch-Arbeitgeber hinterlassen. Wenn Sie Respekt und Wertschätzung von Ihrem zukünftigen Arbeitgeber erwarten, dann zollen Sie ihm bereits auch mit Ihrer Bewerbung Respekt und eine Wertschätzung der Zeit, die er benötigt, um sich mit Ihren Unterlagen zu beschäftigen.

Gedanken machen sollte man sich auch im Vornherein darüber, wie das Bewerbungsfoto auszusehen hat. Lieber mit Anzug für das große Unternehmen, oder besser ein feiner Pulli für die Kleintierpraxis um die Ecke? Ein absolutes No-Go ist in diesem Falle, ein biometrisches Foto einzufügen, das man gerade für den letzten Personalausweis hat anfertigen lassen. Ein Foto (wenn man eines einfügen möchte) soll ansprechend sein. Also fragen Sie sich: Würde ich mich selbst mit diesem Bild zu einem Kennlerngespräch einladen?!

Fazit Thema Foto: In jedem Fall wird ein Besuch beim Fotografen für eine seriöse Bewerbung unumgänglich sein, denn sowohl der Schnappschuss aus dem letzten Sommerurlaub noch das biometrische Passfoto vom Personalausweis werden den Anforderungen an ein Bewerbungsfoto gerecht.

(Tipp – versuchen Sie mit dem Fotografen einen Kombitermin zu vereinbaren, indem mehrere Einstellungen gleichzeitig geschossen werden können – vom Anzug über die Bluse bishin zum Pulli. Meist sind solche Angebote seitens des Fotografen günstiger,  als für jede Einstellung einen Extratermin zu vereinbaren.)

Wenn Sie bereits Berufserfahrung mitbringen, dann können Sie unter Ihre Anstellungen gerne Ihre erworbenen Fähigkeiten und Kenntnisse oder auch Ihre Aufgabenbereiche einfügen. Dies wird inzwischen sehr gerne gesehen, denn es ermöglicht ein schnelles Bewerten, ob das Profil des Bewerbers passt oder ob noch „Nachhilfe“ notwendig ist.

Schritt #2: Das Anschreiben

Auch das Anschreiben sollte ansprechend verfasst werden. Eine gute „Vorarbeit“ kann auf psychologischer Ebene stattfinden. Beantworten Sie sich dabei folgende Fragen:

  1. Was genau stelle ich mir vor?
  2. Wohin möchte ich hin?
  3. Was möchte ich mit meiner Bewerbung erreichen?
  4. Was sind meine Stärken und Schwächen?…
  5. etc.

Beziehen Sie sich dann auf das Unternehmen, achten Sie auf Stil und Rechtschreibung sowie auch hier auf ein ansprechendes Layout. Weitere Infos, wie Sie im Bewerbungsschreiben Marketing in eigener Sache betreiben können, finden Sie in unserem zweiten Artikel zu Bewerbungen.

Schritt #3: (Arbeits-) Zeugnisse

Eine Bewerbung ohne Zeugnisse ist nicht vollständig.
Einige Unternehmen weisen Kandidaten, die keine Zeugnisse vorlegen können von vornherein ab. Das beinhaltet auch Arbeitszeugnisse! Vor allem für Anfangsassistenten ist dies ein wichtiger Aspekt. Denn die tierärztliche Ausbildung in Deutschland unterscheidet sich nicht nur von Fakultät zu Fakultät, sondern auch individuell, da sich einige Studierende parallel zum Studium noch Geld nebenher in einer Praxis oder Klinik verdienen, andere nicht. Daher sammeln Sie bereits während Ihrer Praktika Zeugnisse, in denen Ihre Fähigkeiten und Kompetenzen bewertet werden. Gegebenenfalls wird dies der Stein auf der Waage werden, der Ihnen zu Ihrer Wunschstelle verhilft!

Noch ein letzter Hinweis:

Je nachdem wo Sie sich bewerben, je größer der Betrieb / das Unternehmen ist, desto weniger Zeit wird für das Durchsehen der Bewerbung aufgewendet. Im Ernstfall entscheiden also maximal einige wenige Minuten über eine Zu- bzw. Absage. Seien Sie also authentisch und heben Sie sich von anderen ab, die diesen Artikel nicht gelesen haben! 😉

 

Bildnachweis: Foto by Anton Porsche / www.pixelio.de

Dr. Lisa Leiner

Frau Dr. Lisa Leiner ist Tierärztin und Geschäftsführerin der Job- und Karriereplattform VetStage. Als Autorin des Buches "Stress- und Zeitmanagement für Tierärzte" schreibt sie regelmäßig auch für das VetStage Magazin Artikel zu den Themen Selbstmanagement, Kommunikation, Führungsqualitäten und Teamführung.

Back To Top
Suche