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Facebook-Knigge für Tierärzte

Facebook-Knigge Für Tierärzte

Facebook wird heutzutage von ca. 32 Millionen Menschen in Deutschland genutzt und stellt daher ein hervorragendes Medium dar, um die Internetpräsenz zu verbessern. Die Facebook-Seite wird bei Google sogar meist besser gefunden als die eigene Praxis- bzw. Klinik-Homepage. Durch direkte Kommunikation mit Patientenbesitzern können Tierärzte zudem die Kundenbindung stärken. Und das kann sich letztendlich positiv auf den Umsatz auswirken! Im Folgenden lesen Sie, was Sie bei Ihrer eigenen Facebook-Seite beachten sollten.

Was sollten Sie für eine erfolgreiche Facebook-Seite mitbringen?

Eine gewisse Grundkenntnis der Social-Media Landschaft erleichtert Ihren Facebook-Einstieg. Alternativ können Sie diese Aufgabe auch an geeignete Mitarbeiter abgeben oder sich mit Hilfe verschiedener Anleitungen selbst einarbeiten. Sie sollten bereit sein, regelmäßig etwas Zeit in die Pflege Ihrer Seite zu investieren. Denn für eine erfolgreiche Facebook-Präsenz sind kontinuierliche Updates das A und O. Dementsprechend ist auch eine gewisse Ausdauer von Nöten. Zu guter Letzt sollten Sie natürlich auch den Wunsch nach Kommunikation mit den Patientenbesitzern außerhalb der Praxis mitbringen. Dann kann es los gehen!

Eine Facebook-Seite für die Tierarztpraxis erstellen

Wichtig für Ihren Start bei Facebook ist es, für die Praxis eine so genannte „Seite“ einzurichten und kein „Profil“ – das ist für Privatpersonen gedacht. Eine solche Seite können Sie dann einer entsprechenden Rubrik zuordnen (z.B. „Lokales Unternehmen“). Danach suchen Sie sich ein passendes Profil- und Titelbild aus, möglicherweise Fotos vom Praxisteam, den Praxisräumen oder dem eigenen Tierarzt-Logo. Wichtig: Sollten Sie fremde Fotos aus dem Internet verwenden, müssen Sie das Copyright beachten. Auch an das Impressum sollte gedacht werden. Für Facebook-Einsteiger bietet das Internet zahlreiche Schritt-für-Schritt Anleitungen, damit Sie nichts übersehen.

Beiträge für die Seite planen  

Erstellen Sie einen Redaktionsplan und überlegen Sie sich, welche Inhalte auf Ihrer Facebook-Seite geteilt werden sollen. Die Beiträge sollten regelmäßig erscheinen und möglichst kurz und unterhaltsam sein. Geeignete Themen sind viele Fragen rund um das Haustier: Tipps zur Tierhaltung und Tierernährung, aktuelle Hinweise zu Gefahren oder Tipps für die erste Hilfe. Am meisten Aufmerksamkeit gewinnt ein Post, wenn zusätzlich ein Bild angefügt wird, zum Beispiel von Haustieren mit klassischen oder seltenen Symptomen. Außerdem sind Interaktionen wie Umfragen beliebt bei Facebook-Usern. Sie können die neue Kommunikationsplattform auch für das Verbreiten von Service-Informationen nutzen, zum Beispiel geänderte Öffnungszeiten im Urlaub oder Notdienste.

Was gehört nicht auf Facebook?

Logischerweise dürfen Sie keine Patientendaten bei Facebook veröffentlichen. Wenn Sie das Foto eines Tieres teilen möchten, bitten Sie die Patientenbesitzer um schriftliche Erlaubnis. Außerdem sollten Sie keine Termine über Facebook vergeben oder Auskünfte zu Ihren Preisen oder Angeboten geben. Konkrete Beratungen oder Diagnosen sind ebenfalls nicht erlaubt (Fernbehandlungsverbot).

So wird die Praxis-Seite zum Erfolg

Um Ihre Reichweite zu steigern ist Kontinuität auf der Fan-Page wichtig. Zusätzlich können Sie Anzeigen auf Facebook schalten oder einzelne Beiträge bewerben, um mehr Fans für Ihre Seite zu gewinnen. Das Teilen von Beiträgen von Kollegen ist eine gute Möglichkeit, sein Netzwerk zu vergrößern und Likes zu gewinnen. Außerdem sind schnelle Reaktionszeiten wichtig: Selten tolerieren User Wartezeiten von über 24 Stunden. Daher sollten Sie sich alle 1 bis 2 Tage die Zeit nehmen, Kommentare oder Nachrichten zu lesen und zu beantworten. Ein weiterer Grund regelmäßig online zu gehen ist, die Aktivitäten der Fans beobachten: Sollte ein kritischer Beitrag kommen, sollten Sie möglichst zeitnah reagieren.

Der richtige Umgang mit Kritik 

Auf Facebook können sich negative Meinungen genauso schnell verbreiten wie positive. Daher ist das Management hier besonders wichtig. Auf keinen Fall sollten Sie vorschnell mit eigener Kritik oder Angriffen auf Kritiker antworten. Nehmen Sie sachlich und zeitnah Stellung und versuchen Sie durch eine positive Antwort der Kritik den Wind aus den Segeln zu nehmen. Hierbei kann es von Vorteil sein, Gründe zu liefern.

Kommentare löschen bzw. die Funktion sperren sollten Sie wirklich nur im Notfall – denn Kritik findet ihren Weg. Am einfachsten lässt sie sich jedoch auf Ihrer eigenen Facebook-Seite kontrollieren! Versuchen Sie, einen kontrovers diskutierten Beitrag mit dem Posten von anderen Beiträgen nach unten zu drängen, sodass er nicht sofort gesehen wird. Außerdem kann es sinnvoll sein, die Kommunikation mit einem Kritiker außerhalb von Facebook fortzusetzen, zum Beispiel per E-Mail.

Nicht zuletzt gilt: Lassen Sie die Zeit für sich arbeiten. Wenn Sie Ihren Redaktionsplan weiter befolgen und wieder reguläre Beiträge veröffentlichen, wird den Kritikern irgendwann die Puste ausgehen.

Ist Facebook das richtige Medium für Ihre Praxis oder Klinik?

Eine Fan-Page kann eine gute Möglichkeit sein, die Bekanntheit zu steigern – sie bringt jedoch auch Arbeit mit sich. Regelmäßige Beiträge und Beantwortung von Kommentaren gehören dazu und müssen fest eingeplant werden. Auch mit kritischen Beiträgen muss gerechnet werden – für diese Fälle sollte ein Reaktionsplan vorbereitet werden.

Ob eine Facebook-Seite das Richtige für Ihre tierärztliche Praxis oder Klinik ist, lässt sich in einer Testphase herausfinden. Dabei können Sie entscheiden, ob die Seite gewinnbringend ist und ob Sie Spaß an der Social-Media-Aktivitität haben.

 

Zum Weiterlesen:

https://allfacebook.de/wp-content/uploads/2010/10/facebook_umgang_mit_kritik.pdf

 https://www.dessauer-zukunftskreis.de/fileadmin/zukunftskreis_2016/files_open/DZK_Facebook_Handout_V04-02AL-Final.pdf

Lisa Rogoll

Mein großes Interesse an Tieren begleitet mich schon seit Kindestagen. Der Wunsch Tierärztin zu werden erst seit einigen Jahren.
In verschiedenen Praktika im Kleintier- und Großtierbereich erlebte ich das erste Mal ein Berufsbild, das ich mir für mein restliches Leben vorstellen konnte: mein Wunsch Tierärztin zu werden manifestierte sich. Nach meinem Abitur begann ich 2015 das Studium in Berlin und erlebe seither die alltäglichen Veti-Sorgen. Nach wie vor fasziniert mich die Vielseitigkeit des Studiums und des späteren Berufslebens, sodass ich mir keinen „Plan B“ vorstellen kann.

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