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Mit Stellenanzeigen auch innerhalb der Tiermedizin überzeugen – ein Blick über den Tellerrand

Mit Stellenanzeigen Auch Innerhalb Der Tiermedizin überzeugen – Ein Blick über Den Tellerrand

Wer glaubt, die gute, alte Stellenanzeige hätte ausgedient, der irrt sich gewaltig. Eine Studie des Unternehmens „Softgarden“ hat über 2.000 Menschen befragt und kam zu dem Ergebnis, dass jeder Bewerber im Schnitt 30 Stellenanzeigen im Laufe seines Bewerbungsprozesses anschaut. Doch die Zeiten des Word 2000er Word-Arts-Schriftzuges sind vorbei. Heutzutage kommt es bei Stellenanzeigen auf Originalität und Kreativität an, denn die Unternehmen bewerben sich beim Bewerber. 73,1% der Teilnehmer gaben sogar an, sich schon einmal nicht auf einen Job beworben zu haben, weil die Anzeige zu schlecht war.

 

Der erste Eindruck ist entscheidend

Bei der Masse von Stellenanzeigen die täglich neu im Netz erscheinen, ist es wichtig, die Interessenten mit einem Eye-Catcher zu einem zweiten Blick einzuladen. Eine Studie von Jobware im Jahr 2015 ergab, dass nur 2 Sekunden Zeit bleiben, den Interessenten so zu beeindrucken, dass er sich den Rest der Stellenanzeige durchliest. Die Farbwahl ist ein einfaches Mittel um Aufmerksamkeit zu generieren. Die Farbe Blau dominiert die Anzeigenwelt im Gesundheitswesen – eine abweichende, fröhliche Farbe kann Interessenten anlocken. Die wichtigsten Informationen in der Anzeige können so auch entsprechend hervorgehoben werden. Dabei ist wichtig, dass der Gesamtauftritt stimmig ist und an das Unternehmen angepasst ist. Wenn Sie erst einmal die Aufmerksamkeit der Bewerber gewonnen haben, müssen Sie auch mit den Inhalten der Anzeige überzeugen.

 

Welche Prioritäten sollten in einer Stellenanzeige gesetzt werden?

Laut einer Leserbefragung des Deutschen Ärzteblattes sind für Interessenten vor allem der Standort des Unternehmens, die Arbeitsinhalte der ausgeschriebenen Stelle und die Position im Unternehmen entscheidend. Der Jobtitel sollte durch die Schriftgröße hervorgehoben werden und auf den ersten Blick erkennbar sein. Weitere Informationen, wie Zusatzbeschreibungen, Weiterentwicklungsmöglichkeiten und ein Arbeitgeberprofil spielen eine zweitrangige Rolle, sollten aber nicht unterschätzt werden. Hier sollte man auf gestelzte Sprache, Marketing-Deutsch und Anglizismen verzichten. Prägnante Aufzählungspunkte werden lieber gelesen als Texte, doch eine lieblose Aneinanderreihung von Stichpunkten überzeugt die Wenigsten. Formulieren Sie zum Beispiel die Gründe für bestimmte Qualifikationen aus: „Die Arbeit im internationalen Umfeld erfordert gute Englischkenntnisse“ statt „Gute Englischkenntnisse erforderlich“. Entscheiden Sie sich für einen Fließtext, sollte dieser gut strukturiert und durch Highlights spannender gemacht werden.

 

Mit Alleinstellungsmerkmalen überzeugen, um sich von der Masse abzuheben

Herkömmliche Floskeln wie „Arbeit in einem netten Team“ oder „flexible Arbeitszeiten“ wirken lieblos und unpersönlich und überzeugen heute kaum noch. Alleinstellungsmerkmale des Arbeitgebers sollten hervorgehoben werden. Achtung: Wenn hier etwas zu dick aufgetragen wird und die Arbeitsrealität letztendlich nicht mit der Anzeige übereinstimmt, kommt es schnell zu Frustration seitens der Bewerber. Damit riskiert der Arbeitgeber eine hohe Fluktuation im Personal. Daher gilt: Konkret werden, aber trotzdem realistisch bleiben. So können Sie sich in der Flut von Stellenanzeigen abheben.

Zwar haben die Texte in der Anzeige die höchste Priorität, trotzdem kann ein Bild als „Eye catcher“ den Gesamteindruck abrunden. Besonders gut kommen authentische Bilder bei Bewerbern an, zum Beispiel von den eigenen Mitarbeitern am Arbeitsplatz. Auch Fotos der eigenen Einrichtung können überzeugend sein, wenn Sie zum Beispiel Modernität und hohe Standards präsentieren. Eine Illustration, die die Jobinhalte wiederspiegelt, ist eine weitere, originelle Möglichkeit.

Eine Handlungsaufforderung zur Anregung

Abschließen sollte die Anzeige mit einer deutlichen Handlungsaufforderung an den Interessenten, z.B. „Bewerben Sie sich unter www.vetstage.de“. Heutzutage sind vor allem Online-Formulare sehr beliebt bei Arbeitgebern, für einen potenziellen Bewerber sind sie allerdings aufwändig und unpersönlich. Einen besseren Eindruck erzeugt ein persönlicher Kontakt, idealer Weise sogar mit Foto. Die Möglichkeit der einfachen Kontaktaufnahme über Telefon oder E-Mail erleichtert den Bewerbungsprozess.

 

In wenigen Worten: So überzeugen Sie Bewerber von Ihrem Unternehmen

  • Zwei Sekunden sind entscheidend: Die Stellenbezeichnung sollte eindeutig sein und hervorgehoben werden.
  • Achten Sie auf die Lesbarkeit der Anzeige, die wichtigsten Informationen sollten schnell erfasst sein, zum Beispiel durch Highlights im Text und eine übersichtliche Struktur.
  • Zeigen Sie Transparenz und geben Sie konkrete Informationen. Seien Sie nicht schüchtern und schreiben Sie, was Ihr Unternehmen einzigartig macht. Aber bleiben Sie realistisch!
  • Lassen Sie Bilder sprechen und wählen Sie ein ausdrucksstarkes Motiv, um sich von Konkurrenten abzuheben.
  • Verweisen Sie auf persönliche Ansprechpartner und geben Sie klare Informationen zum Bewerbungsprozess, um den Bewerbern den Einstieg zu erleichtern.

 

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Über die Autorin:

Lisa Rogoll | privates Foto

Lisa Rogoll | Studentin der Tiermedizin

Mein großes Interesse an Tieren begleitet mich schon seit ich klein bin. Der Wunsch Tierärztin zu werden erst seit einigen Jahren.
In verschiedenen Praktika im Kleintier- und Großtierbereich erlebte ich das erste Mal ein Berufsbild, das ich mir für mein restliches Leben vorstellen konnte: mein Wunsch Tierärztin zu werden manifestierte sich. Nach meinem Abitur begann ich 2015 das Studium in Berlin und erlebe seither die alltäglichen Veti-Sorgen. Nach wie vor fasziniert mich die Vielseitigkeit des Studiums und des späteren Berufslebens, sodass ich mir keinen „Plan B“ vorstellen kann.

 

 

 

 

 

 

Quellen:

http://www.healthrelations.de/employer-branding-serie-stellenanzeige-healthcare/

http://www.healthrelations.de/employer-branding-optimale-stellenanzeige/?lipi=urn%3Ali%3Apage%3Ad_flagship3_feed%3BXNhCSNSKRRy8ZDlh3Y%2F7dQ%3D%3D

Gast

Hierbei handelt es sich um einen Gastartikel. Informationen über den jeweiligen Autor / die jeweilige Autorin entnehmen Sie bitte dem Text.

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