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Veti-Studenten im Ausland: Praktikum in der Pferdeklinik Utrecht, Holland

Veti-Studenten Im Ausland: Praktikum In Der Pferdeklinik Utrecht, Holland

Larissa hat an der FU Berlin studiert und absolvierte ihr 2-monatiges Wahlpraktikum im 10. Semester (2010) in der Pferdeklinik der veterinärmedizinischen Hochschule Utrecht, Holland.

Interviewer: Larissa, wie bist Du an Dein Praktikum in Holland gekommen bzw. wie bist Du darauf aufmerksam geworden?

Larissa: Ich war bei einer Fortbildung  für Pferde und habe dort eine Ärztin aus der Klinik kennen gelernt. Diese habe ich dann einfach gefragt, ob ein Praktikum in Utrecht möglich wäre. Sie gab mir ihre Karte und meinte nur, ich solle mich bei ihr melden. Als es dann aber soweit war, war sie nicht mehr in der Klinik angestellt, verwies mich aber an den Leiter, der mir stattdessen die Möglichkeit gab, zu kommen.

 

Der Bewerbungsprozess

Interviewer: Wie lief die Bewerbung für die Praktikumsstelle ab?

Larissa: Der Leiter bat mich um meinen Lebenslauf und ein Bewerbungsschreiben in Englisch. Zudem benötigte ich ein Bestätigungsschreiben von meiner Uni, dass ich ein Praktikum im Ausland machen durfte. Alles in Allem war es aber recht unkompliziert. Wichtig war ihnen noch, dass ich gute Englischkenntnisse hatte, so dass es keine Verständigungsprobleme geben würde.

Interviewer: Warst Du während Deines Praktikums auf eine Unterkunft angewiesen und wie hast Du bzw. wie wurde diese organisiert?

Larissa: Ja, eine Unterkunft habe ich benötigt. Ich durfte allerdings freundlicherweise die ganze Zeit über in der Klinik selbst bleiben. Dort gibt es Zimmer für Studenten, die Nachtdienst haben. Ein Bett davon durfte ich belegen. Später kam noch eine Praktikantin aus Lettland dazu, mit der ich mein Zimmer teilte. Alternativ hätte ich mir ein Zimmer suchen können, was ich versucht habe, aber es hat sich einfach nichts ergeben.

 

Der Ablauf des Praktikums

Interviewer: Wie lief das Praktikum im Groben ab?

Larissa: Ich wurde mit den Rotationsstudenten eigenteilt. Das heißt, dass man nach einer theoretischen Einführungswoche jede Woche in einem anderen Bereich arbeitet: Chirurgie, Innere, Fortpflanzung, Außenpraxis bzw. Ambulanz. Jede Woche ist dann auch ein anderer Arzt für die Gruppe verantwortlich. Die letzten drei Wochen konnte ich dann wählen, wo ich sein wollte. Ich entschied mich für die Fortpflanzung.

Interviewer: Hat das Praktikum Deine Erwartungen erfüllt?

Larissa: Ja, in jedem Fall. Ich habe so viel dort gelernt und machen dürfen. Ich durfte z.B. in meiner ersten Nacht bereits als Assistentin einen Koliker mit operieren. Das kapierte ich aber erst, als ich tatsächlich in voller Montur neben dem Pferd stand… – Dieses Gefühl von Verantwortung und Selbstständigkeit zog sich durch das ganze Praktikum. Man hatte immer einen Ansprechpartner, musste bzw. durfte aber auch viel alleine machen. Und in der Fortpflanzung zeigte ich am Ende den jüngeren Studenten sogar, wie sie Uterus und Eierstöcke finden. Das war schon toll!

Interviewer: Würdest Du das Praktikum weiter empfehlen?

Larissa: Auf jeden Fall!

 

Darauf sollte man achten!

Interviewer: Gab es auch Schwierigkeiten, Probleme oder besondere Dinge, die beachtet werden mussten?

Larissa: Nicht wirklich. Klar, man verstand sich nicht mit jedem und man merkt, dass der Konkurrenzdruck ziemlich hoch ist, weil jeder der Beste sein will, aber wenn man das locker angeht, dann lassen einen solche Sachen auch kalt.

Interviewer: Gab es eine Abschlussevaluierung des Praktikums und wie sah diese aus?

Larissa: Ja, es gab ein Abschlussgespräch mit dem Leiter der Klinik. – Ich hatte während meiner „Rotation“ Beurteilungsschreiben meiner Betreuer gesammelt, was die Studenten dort ebenfalls machen müssen, so dass der Leiter einen Eindruck von meiner Arbeit bekommen konnte. Daraufhin erhielt ich auch eine Praktikumsbescheinigung.

Interviewer: Konntest Du das Praktikum für Dein Veterinärmedizinstudium anrechnen lassen?

Larissa: Ja, als Wahlpraktikum wurde es anerkannt. Aber das hatte ich im Voraus auch schon geklärt!

Interviewer: Gab es eine Vergütung oder eine Aufwandsentschädigung?

Larissa: Nein, was ich aber nicht weiter schlimm fand.

 

Fazit

Interviewer: Was hast Du insgesamt aus dem Praktikum mitgenommen?

Larissa: Die Begeisterung für die Fortpflanzung, neue Freunde, viel Wissen und die Einladung, für ein Internship wieder kommen zu dürfen, worüber ich mich mächtig gefreut habe.

 

Vielen Dank fürs Interview!

 

 

Link: http://www.uu.nl/faculty/veterinarymedicine/EN/clinics/ec/Pages/default.aspx

 

Bildnachweis: Foto by Jasper J. Carton / www.pixelio.de

Dr. Lisa Leiner

Frau Dr. Lisa Leiner ist Tierärztin und Geschäftsführerin der Job- und Karriereplattform VetStage. Ihr Hauptaugenmerk liegt in der Personalakquise im Namen von Kolleginnen und Kollegen. Diskretion und gegenseitige Wertschätzung sowie Respekt stehen hierbei als Werte ganz oben.

Als Autorin des Buches "Stress- und Zeitmanagement für Tierärzte" schreibt sie zudem für das VetStage Magazin Artikel zu Themen wie Selbstmanagement, Kommunikation, Führungsqualitäten und Teamführung.

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