Schmerz zeigt sich bei Tieren oft versteckt – durch verändertes Verhalten, vorsichtige Bewegungen, reduzierte Aktivität oder subtile Ausdrucksformen, die leicht übersehen werden. Analgesie beginnt deshalb mit einer gründlichen Schmerzerkennung, gefolgt von der Auswahl geeigneter Medikamente und ergänzender Maßnahmen. Typische Situationen sind postoperative Schmerzen, chronische Arthrose, akute Traumata, Zahnprobleme oder internistische Erkrankungen, die mit starken Beschwerden einhergehen. Eine gute Schmerztherapie berücksichtigt Tierart, Alter, Begleiterkrankungen, Schmerztyp und Verlauf. Häufig ist eine Kombination aus Medikamenten, lokalen Verfahren, schonenden Bewegungsprogrammen und engmaschiger Beobachtung sinnvoll. Auch präemptive Analgesie – also Schmerzreduktion vor einem Eingriff – hat große Bedeutung für Heilungsprozesse und Stressvermeidung. Analgesie ist damit ein zentrales Element jeder tierärztlichen Behandlung und trägt maßgeblich zur Lebensqualität der Tiere bei.