Fische reagieren extrem empfindlich auf Veränderungen in ihrer Umgebung. Viele Erkrankungen sind direkte Folge von Problemen im Wasser: Sauerstoffmangel, Ammoniak- oder Nitritbelastung, falsche Temperatur oder unzureichende Filterung. Typische Symptome sind verändertes Schwimmverhalten, Scheuern, Atemprobleme, Fressunlust oder Veränderungen an Haut und Kiemen. Diagnostik umfasst Wasseranalysen, Kotproben, Haut- und Kiemenabstriche, Mikroskopie und die Bewertung des Sozialverhaltens. Erkrankungen können parasitär, bakteriell, viraler Natur oder stressbedingt sein. Besonders in Teich- oder Aquarienhaltungen beeinflusst das Zusammenspiel aller Umweltfaktoren den Verlauf stark. Fischmedizin verbindet ökologische, hygienische und klinische Aspekte und zeigt, wie eng Gesundheitszustand und Lebensraum verknüpft sind.