Parasiten gehören zu den häufigsten Ursachen für Erkrankungen bei Klein- und Großtieren. Die Parasitologie umfasst Endoparasiten wie Würmer, Kokzidien und Protozoen sowie Ektoparasiten wie Milben, Flöhe oder Zecken. Typische Fälle reichen von Tieren mit Durchfall über Husten durch Lungenwürmer bis zu juckenden Hautveränderungen durch Räudemilben. Diagnostik beginnt beim gezielten Nachweis: Kotuntersuchungen, Hautgeschabsel, Zytologie oder serologische Tests. Ein zentraler Aspekt ist das Verständnis der Lebenszyklen, denn nur so lassen sich Wiederansteckungen und resistente Populationen vermeiden. Auch Standortfaktoren, Fütterung, Haltung und Jahreszeit beeinflussen das Infektionsrisiko. Die parasitologische Arbeit verbindet Diagnostik, präzise Therapieplanung und vorbeugende Maßnahmen wie Weidemanagement, Hygienekonzepte und regelmäßige Kontrollen. Besonders in Beständen entscheidet die Kombination aus Management und medizinischem Wissen darüber, wie erfolgreich ein Befall langfristig kontrolliert werden kann.