Reptilien besitzen eine Physiologie, die stark von Temperatur, Licht und Fütterung abhängt. Viele Erkrankungen entstehen durch Haltungsfehler: zu geringe Temperaturen, falsche UV-Bestrahlung, ungeeignete Futterinsekten oder Feuchtigkeitsprobleme. Klinische Symptome sind oft unspezifisch – reduzierte Aktivität, Atemprobleme, Maulfäule, Häutungsstörungen oder Skelettveränderungen. Diagnostik umfasst Temperaturprofile, Lichtmessungen, Röntgen, Kotuntersuchungen, Blutanalysen und eine genaue Beurteilung des Ernährungszustands. Viele Reptilien tolerieren Stress schlecht, was ruhiges Handling und sorgfältige Planung jeder Untersuchung erfordert. Reptilienmedizin verbindet zoologisches Wissen, Umweltkontrolle und präzise klinische Beurteilung zu einem anspruchsvollen und spezialisierten Tätigkeitsfeld.