#109 - Qualzucht
Ausgezeichnete Innovation: Tierschutzforschungspreis 2025
Schlüsselelement der Wundheilung entdeckt
VetStage Infowelt
Die Versuchstierkunde umfasst die medizinische Betreuung von Tieren, die in Forschungseinrichtungen gehalten werden. Frühwarnzeichen wie verändertes Fressverhalten, reduzierte Aktivität, veränderte Körpertemperatur oder subtile Haltungsabweichungen geben Hinweise darauf, wie ein Tier auf Belastungen oder Versuchsbedingungen reagiert. Diagnostik beinhaltet klinische Untersuchungen, Gewichtskontrollen, Verhaltensbeobachtungen, Schmerz- und Belastungsbewertungen sowie die Dokumentation kleinster Veränderungen. Die Arbeit umfasst postoperative Überwachung, Analgesie, Hygienemanagement, Stressreduktion und die Beurteilung des Schweregrads. Besonders wichtig sind strukturierte Abläufe: standardisierte Checklisten, klare Kriterien für humane Endpunkte und regelmäßige Gespräche zwischen Tierärzt:innen, Tierpfleger:innen und Forschenden. Versuchstierkunde verbindet medizinisches Wissen mit ethischer Verantwortung und präzisem Monitoring, um das Tierwohl in jeder Phase des Forschungsprozesses sicherzustellen.