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Bezahlte Dissertationen an der Uni

Bezahlte Dissertationen An Der Uni

Man kennt viele unschöne Geschichten aus dem Unialltag. Dazu gehören auch die Dissertationen, die un- oder schlecht bezahlt sind und – vor Allem in den Kliniken – ein Großteil der Zeit in die Behandlung von Patienten statt in die eigene Arbeit fließt.
Bei genauerem Hinsehen geht es aber auch anders, denn:
An der Uni entstehen viele Dissertationen durch Eigeninitiative. Die meisten ausgeschriebenen Dissertationen beinhalten oft keine fairen Konditionen. Wer aber rechtzeitig aktiv wird, kann schneller eine passende Dissertation finden, als er vielleicht erwartet hätte.
Der Trick ist: Es wird immer wieder gerne „aus den eigenen Reihen“ rekrutiert. Das heißt, Studenten, die sich in einem Institut ihrer Wahl engagieren, vielleicht sogar als HiWi angestellt sind, werden bei angebotenen Dissertationen in der Regel bevorzugt. Zudem bekommt man schneller mit, wenn über „Erweiterungen“ von Projekten gesprochen wird, die eine Dissertation wahrscheinlich machen.
Sinn macht es natürlich, sich vor seinem Engagement zu erkundigen, wie die Doktoranden behandelt werden, denn auf Sprüche wie „wieso beschwerst Du Dich, dass Du 24h arbeiten musst, Du hast doch dann noch die ganze Nacht für Deine Arbeit!“ kann man getrost verzichten. Also los, ins Institut der Wahl, den nächsten Doktoranden schnappen und einfach mal fragen.

Dissertationen an einem Institut laufen in der Regel neben einer Anstellung. Diese Anstellung sollte soweit bezahlt sein, dass man davon leben kann. Ein mageres Gehalt von 800.-€ und noch nichtmals die Möglichkeit, nebenher noch extern zu arbeiten, ist ein No-Go und sollte dringend neu verhandelt werden!
Die gute Nachricht: Einige Institute vergeben schon heute nur noch finanzierte Dissertationen.
Die schlechte Nachricht: Es sind leider nicht alle. Doch auch bei den Instituten, bei denen es noch nicht die Regel ist, sollte man darauf pochen, dass eine Finanzierung garantiert wird und sei es „nur“ ein Stipendium, was für viele Institute die leichtere Wahl ist, weil es mit weniger Sozialabgaben verbunden ist. Für den Stipendiaten ist es aber ein Mehr an Arbeit, weil der Antrag sehr ausführlich mit Literaturrecherche untermauert werden muss, was jedoch für die Vorbereitung der Dissertation wiederum nicht schlecht ist.

Fazit: Augen auf! Fragenfragenfragen, engagieren, präsent sein und im richtigen Moment zuschlagen!

Viel Erfolg wünscht
euer VetStage-Team

Bildnachweis: Foto by Olga Meier-Sander / www.pixelio.de

Dr. Lisa Leiner

Frau Dr. Lisa Leiner ist Tierärztin und Geschäftsführerin der Job- und Karriereplattform VetStage. Als Autorin des Buches "Stress- und Zeitmanagement für Tierärzte" schreibt sie regelmäßig auch für das VetStage Magazin Artikel zu den Themen Selbstmanagement, Kommunikation, Führungsqualitäten und Teamführung.

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