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Pausen, Arbeitszeiten, Freizeit – Workaholics vs. Work-Life-Balancer

Pausen, Arbeitszeiten, Freizeit – Workaholics Vs. Work-Life-Balancer

Wie häufig hört man noch von 24 Stunden-Diensten, mehreren Nachtdiensten hintereinander oder 12 bis 15-Stunden Tage ohne Pausen. Noch immer beherrscht dieses Bild einen Großteil der Tiermedizin.

Auf der anderen Seite hört man auch von 6-8 Stunden Tagen, teils mit großen Pausen inklusive Mittagsschlaf. Man hört von Entspannung, keinen Wochenenddiensten und der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. – Und dies komplett losgelöst von der „neuen Generation Y“. Nein. Diese Aussage kommt von Praktikern, von Praxisinhabern, die der „alten Generation“ angehören. Sie haben gelernt, dass Pausen und Freizeit für eine Regeneration und für qualitativ gutes Arbeiten als Tierarzt / Tierärztin schlichtweg notwendig sind.

Die Zeiten der Workaholics gehen langsam zu Ende! Und das heißt nicht, dass wir unseren Beruf nicht weiterhin gerne ausüben oder gar faul sind! Nein. Es heißt einfach nur, dass wir immer mehr entdecken oder auch entdecken müssen, dass weniger „en block“-Arbeit vielleicht effektiver sein kann, als „durchzuarbeiten – auf Teufel komm raus!“.
Dass es immer wieder stressige Phasen als Tierarzt gibt, die man abdecken muss, daran zweifelt keiner. Und darum geht es hier auch nicht. Es geht wirklich darum, seine persönlichen Erholungsphasen zu nutzen und ggf. auszubauen.

 

Kennen Sie den physiologischen Dreitakt einer Stressreaktion? Dies schlägt genau in diese Kerbe. Sie sind mit einer stressigen Situation konfrontiert, die der Körper bewältigen muss und in der Regel auch recht gut kann. Im Anschluss folgt eine Erholungsphase, in welcher der Körper seine Reserven auffüllt. Somit ist er für eine nächste Stress-Situation gewappnet. Kommt diese nun – kein Problem. ABER: Folgt auf den Stress keine Erholungsphase, sprich, kann der Körper nicht regenerieren, so kommt es recht schnell zu einem „Plateau“ auf welchem der Körper es überhaupt gar nicht mehr schafft, sich zu erholen. Wir „haben vergessen“ wie es sich anfühlt zu entspannen. Wir „können es nicht mehr“!…

 

Interessant daher auch der folgende Artikel, den ich just aus dem Internet gefischt habe. Hier geht es um ein „Experiment“, in welchem Angestellte einen 6 Stunden Arbeitstag haben. Ob dies für die Tiermedizin bzw. für Kliniken umsetzbar ist, rein auch aus finanzieller Sicht, sei nun erst einmal dahingestellt. Aber den Input, dass kürzere Arbeitszeiten effektiver sind, sei doch für den ein oder anderen Arbeitgeber vielleicht der Start, etwas Neues zu versuchen.
Wie in dem Artikel geschrieben wird: „Die Vorteile kürzerer Arbeitszeiten haben auch Wissenschaftler bereits mehrfach nachgewiesen. K. Anders Ericsson, der als Experte auf dem Gebiet der Arbeitspsychologie gilt, hat mehrere Experimente durchgeführt und dabei gezeigt, dass Menschen nur vier bis fünf Stunden konzentriert und produktiv arbeiten können. Nach dieser Zeit verbessert sich ihre Arbeitsleistung nicht mehr weiter oder geht sogar zurück.“

 

Klingt interessant? Den kompletten Artikel finden Sie unter:
http://www.businessinsider.de/diese-stadt-in-schweden-testet-den-6-stunden-arbeitstag-mit-faszinierenden-ergebnissen-2016-5

Dr. Lisa Leiner

Frau Dr. Lisa Leiner ist Tierärztin und Geschäftsführerin der Job- und Karriereplattform VetStage. Ihr Hauptaugenmerk liegt in der Personalakquise im Namen von Kolleginnen und Kollegen. Diskretion und gegenseitige Wertschätzung sowie Respekt stehen hierbei als Werte ganz oben.

Als Autorin des Buches "Stress- und Zeitmanagement für Tierärzte" schreibt sie zudem für das VetStage Magazin Artikel zu Themen wie Selbstmanagement, Kommunikation, Führungsqualitäten und Teamführung.

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