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Job versaut? – So sollten Sie es NICHT machen….

Job Versaut? – So Sollten Sie Es NICHT Machen….

Manchmal glaubt man kaum, was für Bewerbungen so auf dem Schreibtisch diverser Praxen oder Unternehmen landen. Manche Dinge gibt’s doch gar nicht, denkt man, aber letztendlich gibt es sie doch…

So sollte man es nicht machen!

Hier ein zusammengefasstes und amüsantes Negativbeispiel, wie man es nicht machen sollte.

Eine Bewerbung kam in eine Praxis hereingeflattert, der Umschlag mit einer Briefmarke aus dem Automaten, der Name der Praxis mit schlechter Handschrift draufgekrakelt. Kann man kleinkariert sehen, aber der erste Eindruck zählt immerhin auch schon.

Nach dem Öffnen drei lose Blätter. Davon eines ein Anschreiben, eine Seite Lebenslauf und eine Seite ein großes Urlaubsfoto des potentiellen Bewerbers mit Hund, scheinbar draufkopiert. Dafür hat der Lebenslauf kein Foto. Auch gut. Also erst einmal zusammenheften, so dass auch nichts verloren geht und man am Ende nicht mehr weiß, wie der Bewerber ausgesehen hat.

Das Anschreiben

Das Anschreiben ist immerhin mit dem Computer geschrieben. Betreff: Bewerbung auf Ihre Stelle. „Betreff“ schreibt man nicht mehr. Genauso wie Musterhausen, den 01.01.2001. Heute bleibt das „den“ weg.

Dann das Schreiben selbst: Dass man eigentlich schon als Kind in einer Kleintierpraxis arbeiten wollte, dass man recht fleißig ist und lernbegeistert. Dass man denkt, dass man für die Stelle gut geeignet ist. Dass einem aber auch das Gehalt und die Freizeit wichtig sind. Klingt alles in allem nach einer Person, die nicht so ganz von sich überzeugt ist, aber dennoch sein Recht einfordern möchte. – Leider ist zusätzlich der Chef der Praxis falsch geschrieben. Das ist zwar nicht schwer, weil der Name schwierig ist, aber dennoch etwas schade. Dafür ganz lustig das ClipArt oben rechts in der Ecke. Ein Hund, der von einem Tierarzt angeschaut wird. Süß, aber total fehl am Platz. Zudem sollte man auf seinen Schreibstil achten. Umgangssprachlich geschriebene Anschreiben kommen absolut nicht gut an („Ich würd dann gern mal vorbei kommen für ein Vorstellungsgespräch.“).

Der Lebenslauf

Auf dem Zweiten Blatt dann der Lebenslauf.  Kontaktdaten. Emailadresse so in etwa „pansen2012@xyz.de“. Sagte der Bewerber nicht in seinem Anschreiben, dass er schon immer Kleintiere machen wollte? Und was ist das für eine Emailadresse?! – Gut sind da auch Adressen wie: firlefranz@xyz.de oder writehappyluzi@xyz.de. Kreativ sind die Bewerber also durchaus.

Weiter geht’s mit der Ausbildung, Berufserfahrungen: Gekellnert, in einer Anwaltskanzlei ausgeholfen, bei Siemens gejobbt. – Gibt es auch Praktika? Ja. Tatsächlich. Immerhin auch in Kleintierpraxen. Hobbys: Reiten, Tanzen, Kino, Freunde, Lesen. Hmm. Für eine Praxis, die 24-Stunden-Rufbereitschaft hat mit einer durchschnittlich 55 Stunden Woche ganz schön viel Freizeitbedarf. Und Hobbys interessieren auch nicht. Man braucht arbeitswillige Mitarbeiter.

Fazit

Fazit? Mit solch einer Bewerbung hat man nur eines: sich den Job versaut… – Um solche ärgerlichen Patzer zu vermeiden, ist es somit sinnvoll, sich im Vorfeld gut zu informieren, um der Bewerbung einen professionellen Charakter zu verleihen.

Euer VetStage-Team

 

Bildnachweis: Foto by F.H.Me. / www.pixelio.de

Dr. Lisa Leiner

Frau Dr. Lisa Leiner ist Tierärztin und Geschäftsführerin der Job- und Karriereplattform VetStage. Ihr Hauptaugenmerk liegt in der Personalakquise im Namen von Kolleginnen und Kollegen. Diskretion und gegenseitige Wertschätzung sowie Respekt stehen hierbei als Werte ganz oben.

Als Autorin des Buches "Stress- und Zeitmanagement für Tierärzte" schreibt sie zudem für das VetStage Magazin Artikel zu Themen wie Selbstmanagement, Kommunikation, Führungsqualitäten und Teamführung.

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