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„Wort Anatomie“ – Von der Lernhilfe zum eigenen Unternehmen

„Wort Anatomie“ – Von Der Lernhilfe Zum Eigenen Unternehmen

Interview mit der Künstlerin und Gründerin von „Wort Anatomie“

Anett Breiting (Privatfoto)

Als Tiermedizin-Student überlegt man sich früher oder später seine eigenen Tricks, um den ganzen Lernstoff zu behalten. Genau das tat auch Anett Breiting – und machte aus ihrem Lerntrick kurzerhand eine Kunst. Sie zeichnete beim Pauken für die Anatomieprüfung ihr erstes Hundeskelett und ersetzte die jeweiligen Knochen durch die lateinische Bezeichnung.

 

Im Interview mit VetStage erzählt uns die Studentin, die zur Zeit in Leipzig im 11. Semester ihre letzten Prüfungen ablegt, wie aus der Idee von ästhetischer Anatomie ihr eigenes Unternehmen wurde und wie sie es schafft, zwischen Studium, Nebenjob und Selbstständigkeit den Durchblick zu wahren.

 

Wie alles begann

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Vor ungefähr 4 Jahren gestaltete Anett beim Lernen ihr erstes Hundeskelett. Schon immer interessierte sich die Studentin für Fotografie und Grafikdesign und versuchte, sich mit kreativen Kniffen das Lernen zu erleichtern. Ihr erstes Kunstwerk schmückte während der Prüfungsvorbereitung ihre Zimmerwand und brachte Anett auf die Idee, das Motiv auf T-Shirts drucken zu lassen.

Gedacht, getan – ließ sie 20 T-Shirts drucken, um diese bei der Uni-Weihnachtsfeier zu verkaufen.  „Mal schauen, ob sich jemand dafür interessiert“, dachte die Studentin damals.

 

Tatsächlich traf Anett mit ihren Designs genau den Geschmack ihrer Mitstudenten. Inzwischen hat sie noch viele weitere Motive entworfen – schnell gesellten sich zum Hundeskelett auch Zeichnungen von Katzen, Pferden, Rindern und Meerschweinchen.

Immer wieder erhielt sie von Studierenden, Professoren und Tierärzten Zuspruch für ihre Arbeit und die Nachfrage stieg stetig. Also gründete sie „Wort Anatomie“.

Anett begann dann aktiv Werbung für ihr Unternehmen zu machen, kontaktierte Tierärzte und Firmen und wurde im Social Media aktiv. Ihre Strategie ging auf – inzwischen erfreuen sich ihre T-Shirts einer großen Bekanntheit in Tiermedizinischen Kreisen.

 

BWL im Selbststudium?!

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Mit dem Wachstum ihres Unternehmens und der selbstständigen Tätigkeit wurde zusehends auch ein hohes Maß an betriebswirtschaftlichem Know How nötig. „Was man alles beachten muss, lernt man leider nicht im Studium“, gibt Anett zu. Sie hat sich gemeinsam mit ihrem Freund alles selbst erarbeitet – begonnen bei den rechtlichen Aspekten einer Selbstständigkeit, über das Rechnungen schreiben bis hin zur persönlichen Marketing-Strategie.

„Man muss die Eigeninitiative haben, sich viel anzulesen und sich selbst zu informieren“, erklärt die Studentin rückblickend. Gerade am Anfang war das nicht immer einfach – inzwischen weiß sie, dass für das eigene kleine Unternehmen viel Ehrgeiz und Durchhaltevermögen nötig ist.

 

Zwischen Uni und Nebenjob

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Zum eigenen Unternehmen gehört natürlich viel mehr dazu, als das bloße Design von neuen Motiven. Das Bearbeiten der Bestellungen, besonders das Schreiben von Rechnungen, sei sehr zeitintensiv, erklärt Anett.  Vor allem wenn Sammelbestellungen anstehen, muss Anett jeden Tag Zeit für „Wort Anatomie“ investieren.

Zusätzlich pflegt Anett einen intensiven Kundenkontakt und schreibt viele E-Mails, um Anfragen oder eventuelle Reklamationen zu bearbeiten. Dabei legt sie großen Wert darauf, dass am Ende alle Kunden zufrieden sind.

Natürlich gehört zum eigenen Unternehmen auch dazu, sich Marketing-Strategien zu überlegen, um die Bekanntheit weiter zu steigern. Also pflegt Anett regelmäßigen ihren Aufritt im Social Media, kontaktiert hier potentielle Partnerfirmen und akquiriert neue Kunden.

Die Mehrarbeit zwischen dem Tiermedizin-Studium und verschiedenen Nebenjobs, unter anderem auch für VetStage, nimmt Anett allerdings gerne in Kauf. Denn: Die Arbeit macht ihr riesigen Spaß. „Ich finde es schön, wenn meine Designs gut ankommen und ich in der Uni meine T-Shirts sehe“, sagt die Studentin. Inzwischen hat sie aufgehört zu zählen, wie viele Stunden sie nebenher für „Wort Anatomie“ investiert.

 

Und wie geht es weiter?

„Ich will auf jeden Fall praktisch tätig werden“, erzählt Anett im Interview. „Das ist schon immer mein Traum“. An der Tiermedizin schätzt die Studentin besonders die Vielfältigkeit des Berufsalltags – jeden Tag begegnen ihr hier neue Patienten, neue Fälle, neue Situationen.

Nach dem Abschluss wird Anett an der Vogel- und Reptilienklinik der Universität Leipzig ihre Doktorarbeit schreiben. Um danach beruflich richtig durchzustarten, hat die zukünftige Tierärztin sich ein Profil im VetStage Karriereplaner angelegt. Gerade während der laufenden Abschlussprüfungen und der zukünftigen Doktorarbeit hat sie wenig Zeit, Stellenanzeigen zu sichten und Bewerbungen zu schreiben. Dabei kann ihr der Karriereplaner helfen.

Auch du kannst sofort loslegen: Teile uns (vertraulich!) in deinem eigenen Karriereprofil deine Vorstellungen zu Fachrichtung, Region und Gehalt mit und wir kommen mit unverbindlichen Jobangeboten und Fortbildungstipps auf dich zu.

Du weißt noch nicht, wo deine berufliche Reise hingehen soll? Dann bieten wir dir gerne auch Orientierungsgespräche an, um gemeinsam  deinen beruflichen roten Faden zu kreieren und zu finden.

 

Anett ist schon dabei und sehr zufrieden: „Für meine Situation finde ich das Matching super! Man kann sich während der Prüfungen anmelden, kann gefunden werden, auch schon vorab Treffen vereinbaren und unverbindlich und vertraulich Kontakte knüpfen.“

 

VetStage bedankt sich ganz herzlich bei Anett Breiting für das Interview und wünscht ihr für die bevorstehenden Abschlussprüfungen und die Doktorarbeit weiterhin viel Erfolg!

 

Lisa Rogoll

Meine große Liebe zu Tieren begleitet mich schon mein Leben lang, der Wunsch Tierärztin zu werden allerdings erst seit einigen Jahren.

Nachdem mich das Berufsbild „Tierärztin“ in verschiedenen Praktika überzeugt und begeistert hatte, begann ich 2015 in Berlin das Studium der Tiermedizin. Besonders die Vielseitigkeit der Tiermedizin fasziniert mich noch heute, sodass ich mir keinen „Plan B“ vorstellen kann.

Neben den alltäglichen Sorgen des Studiums lebe ich meine kreative Energie bei VetStage aus. Hier betreue ich unseren Social Media Auftritt, schreibe Magazin-Beiträge und unterstütze unser Team auf Kongressen.

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