Leitlinien der BTK: Telemedizin in der veterinärmedizinischen Praxis

erstellt am 17. Februar 2022

zurück
Fachbeitrag
Ein Beitrag von  VetStage ,  VetStage Akademie auf VetStage
Hinweis: Die Rechte für diesen Inhalt liegen bei VetStage oder wurden uns zur Verfügung gestellt. Bildquelle: Shutterstock.com

Die Telemedizin ist mittlerweile auch in der Tiermedizin auf dem Vormarsch. Durch digitale Medien werden Leistungen in den Bereichen Diagnostik, Therapie und Prophylaxe sowie tierärztlichen Beratung erbracht, wenn Tierärzt:innen von Patienten und deren Halter räumlich getrennt sind. Die Telemedizin bietet neue Möglichkeiten, ist aber auch mit Herausforderungen verbunden. Eine tiermedizinische telemedizinische Beratung kann die praktische Berufsausübung sinnvoll ergänzen, andererseits fehlt beispielsweise der direkte Patientenkontakt. 

Die Bundestierärztekammer hat Leitlinien veröffentlicht, um die Tierärzteschaft bei der Implementierung der Telemedizin in den Praxisalltag zu unterstützen. Die Empfehlungen sollen die Rechtssicherheit und Qualität der telemedizinischen Dienstleistungen gewährleisten. 

Voraussetzungen für ein telemedizinisches Angebot

Verschiedene Rahmenbedingungen müssen beachtet werden, um telemedizinische Dienstleistung erbringen zu können. 

  • Grundvoraussetzung ist eine Niederlassung oder eine Anstellung bzw. Kooperation mit einem/einer Tierärzt:in mit Niederlassung. 

  • Eine ausreichende tierärztliche Fachkompetenz muss gegeben sein. Die einzige Möglichkeit für den/die Tierärzt:in mit dem Tier zu agieren ist über den Patientenbesitzer, sodass ausreichende Fachkenntnisse und Kommunikationsfähigkeiten vorhanden sein müssen. 

  • Eine umfassende und abschließende Befunderhebung schließt eine klinische Untersuchung und ggf. weiterführende Diagnostik ein. Mithilfe der Telemedizin kann deshalb nur eine Verdachtsdiagnose gestellt werden. Des Weiteren eignet sich die Telemedizin, um eine Ersteinschätzung bei Notfallpatienten vorzunehmen. Bagatellfälle können erkannt werden, wodurch Notfallpraxen entlastet werden. Auch Verlaufsuntersuchungen oder die tierärztliche Betreuung von Nutztierbeständen sind mögliche Tätigkeitsfelder. 

  • Es sollte überprüft werden, ob die Berufshaftpflichtversicherung alle möglichen Schä

Jetzt anmelden und weiterlesen!

Dieser Beitrag ist nur für Tierärzt:innen, TFA und Animal Health Experts geeignet.
Lege dir jetzt kostenlos ein VetStage Profil an, um den vollständigen Beitrag zu lesen.

Jetzt weiterlesen

Themengebiete

Autor:innen

VetStage

Ein interessanter Beitrag. Teile ihn jetzt mit deinem Netzwerk.