Demenz bei Hunden: Neue Diagnoseinstrumente zur Früherkennung

erstellt am 8. Juni 2022

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Fachbeitrag
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Schon einmal vom Canine Cognitive Dysfunction Syndrom (CCDS) gehört? Vielen auch bekannt unter der Bezeichnung "Hunde-Alzheimer" - ein Syndrom einer fortschreitenden neurodegenerativen Störung, das mit der Alzheimer-Krankheit beim Menschen vergleichbar ist. 

Eine gute Pflege, ausgewogenes Futter, ausreichend Bewegung, Zahnpflege und regelmäßige Tierarztbesuche - all das trägt dazu bei, dass Hunde heutzutage eine höhere Lebenserwartung haben, die mit verschiedenen altersbedingten Erkrankungen, wie dem Canine Cognitive Dysfunction Syndrom, einhergehen kann. 

Neurodegenerative Erkrankungen: Keine wirksame Therapie 

Im Gegensatz zu vielen anderen altersbedingten Krankheiten sind neurodegenerative Erkrankungen beim Hund nicht behandelbar. Die therapeutischen Maßnahmen zielen nur auf eine Verlangsamung des Erkrankungsprozesses ab. Ein frühzeitiges Entgegenwirken - durch eine frühzeitige Diagnose - erhöht die Chance, das Leben des Hundes in guter kognitiver und körperlicher Verfassung zu verlängern und eine gesunde Mensch-Hund-Beziehung zu erhalten. 

Canine Cognitive Dysfunction Syndrom: Häufig unterdiagnostiziert

Das CCDS ist hauptsächlich mit einer verminderten Fähigkeit zu lernen und auf Reize zu reagieren verbunden. Es wird häufig unterdiagnostiziert, da Verhaltensänderungen oft dem natürlichen Alterungsprozess zugeschrieben werden. 

Um eine frühzeitige Diagnose von Hunden mit leichten kognitiven Störungen zu ermöglichen, wurden kürzlich im Rahmen einer Studie Daten von kognitiven Tests (Canine Dementia Scale), neurodegenerativen Biomarkern (NFL, TAU-Protein und Aβ42-Peptid) und peripheren Biomarkern (AST, ALT, Na und Cl) erhoben und mit postmortalen histopathologischen Veränderungen in Beziehung gesetzt. 

Der Hund ist kein Mensch: Gemeinsamkeiten und Unterschiede

An der Studie nahmen Hunde verschiedenen Alters teil. Die Hunde wurden in zwei Gruppen (24 ältere Hunde > 8 Jahre, 15 junge Hunde < 3 Jahre) eingeteilt. Eine separate Gruppe bestehend aus fünf älteren Hunden (13-14 Jahre, CADES 10,17,23,39,62) wurde für pathologische Analysen verwendet. Zwei weitere Hunde dienten als Positivkontrolle (13 Jahre, CADES 27) und Negativkontrolle (9 Jahre, CADES 0).

Canine Dementia Scale (CADES)

Mithilfe des CADES ist es möglich drei Stadien der Krankheit zu identifizieren: leichte (Score 8-23), mittelschwere (Score 24-44) und schwere (Score 45-95) kognitive Beeinträchtigung. Anhand der CADES-Fragebögen konnten in der Studie 13 Hunde mit anfänglichem CCDS identifiziert werden, die hauptsächlich in den Bereichen der sozialen Interaktion und der räumlichen Orientierung Veränderungen aufwiesen, was für die Abgrenzung früher kognitiver Störungen entscheidend zu sein scheint. 

Biochemische Parameter 

Bei diesen Hunden zeigte sich auch in den biochemischen Analysen eine leichte Erhöhu

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