Die bedeutendste Zestodeninfektion bei Tieren ist unterdiagnostiziert

erstellt am 15. November 2022

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Fachbeitrag
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Dipylidium caninum im 21. Jahrhundert


LISSABON (Biermann) – Die Dipylidiasis ist eine parasitäre Erkrankung, die durch den Gurkenkernbandwurm Dipylidium caninum verursacht wird. Spanische Wissenschaftler zogen in einer großen Übersichts­arbeit das Resümee, dass die Diagnose der Dipylidiasis sowohl bei Tieren als auch beim Menschen eine Herausforderung darstellt, hauptsächlich aufgrund der geringen Sensitivität der derzeit verfügbaren diagnostischen Methoden und eines Mangels an Kenntnissen über die morphologischen Eigenschaften des Parasiten. 

Obwohl die Behandlung mit geeigneten Anthelminthika gut vertragen wird und zu einer Auflösung der Infektion führt, kann die willkürliche Anwendung dieser Verbindungen zu einer Zunahme von Resistenzen führen. Angesichts der weltweiten Verbreitung des Para­siten ist es jedoch nach Auffassung der Autoren unerlässlich, an mehreren Fronten tätig zu werden, wobei der Schwerpunkt auf der Gesundheitserziehung von Kindern und Tierhaltern und der Bekämpfung von Zwischenwirten sowohl bei Tieren als auch in der Umgebung liegen sollte. Flöhe und seltener auch Läuse fungieren als Zwischenwirte, und ihre Aufnahme ist für eine Infektion erforderlich. 
Obwohl die Krankheit hauptsächlich domestizierte und wildlebende Fleischfresser befällt, wird sie auch als Zoonose eingestuft, wobei die meisten mensch­lichen Fälle bei Kindern gemeldet werden. D. caninum gilt als der Bandwurm, der am häufigsten Haustiere befällt, Dipylidiasis beim Menschen ist jedoch selten. Für ein besseres Verständnis der Epidemiologie dieser Parasitose und ihrer Behandlung führten Wissenschaftler eine umfassende Überprüfung der veröffentlichten Literatur der letzten 21 Jahre (2000-2021) zu Epidemiologie, klinischen Merkmalen, Diagnose, Behandlung und Präventionsmaßnahmen der D.-caninum-Infektion und Dipylidiasis bei Haustieren und Menschen

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