Fallbericht: Tracheoösophageale Fisteln

erstellt am 2. Juli 2021

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Fallbeispiel
Ein Beitrag von  Henrike Werhahn,  Klinik für Kleintiere Sottrum auf VetStage
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Tracheoösophageale Fisteln kommen bei Hunden und Katzen nur selten vor - doch die Chance, dass ein Tier mit einer seltenen Erkrankung in der Praxis vorstellig wird, ist immer gegeben. So auch geschehen in der Klinik für Kleintiere Sottrum, als Hündin Josie für eine Überraschung sorgte. Als tracheoösophageale Fistel wird eine Verbindung zwischen dem Ösophagus und entweder der Trachea oder einer der Stammbronchien bezeichnet. Sie stellt eine kongenitale oder erworbene Veränderung dar. Eine Prädisposition für die kongenitale Form scheint der Cairn Terrier zu haben. Ein perforierender Fremdkörper im Ösophagus ist hingegen häufig Ursache einer erworbenen tracheoösophagealen Fistel. 

Anamnese und Vorbericht 

Josie wurde mit 11 Monaten in der Klinik für Kleintiere Sottrum mit schwerwiegenden Atemwegssymptomen vorgestellt. Vorhandene Infektionen der Atemwege wurden bereits mehrfach behandelt - ohne dauerhaften Erfolg. Klinisch zeigte sich ein massives Röcheln und ein permanenter Hustenreiz. Der Anfangsverdacht, dass nur eine Infektion vorliegen könnte, hatte sich nicht bestätigt. 

Klinisches Bild

Dieser Fall wies einige der klassischen Symptome auf, die bei menschlichen und tierischen Patienten mit tracheoösophagealen Fisteln auftreten: Husten oder Dyspnoe im Anschluss an die Futter- oder Wasseraufnahme und rezidivierende, chronische Infektionen der unteren Atemwege aufgrund der ständigen Aspiration durch die Fistel. 

Diagnostische Schritte

Im Falle von Josie war eine Endoskopie für die Diagnose ausreichend:  Es handelte sich um eine tracheoösophageale Fistel (gut sichtbar im  Video) - die ursächlich war für einen permanenten Speichelfluss aus der Speiseröhre in die Luftröhre, was zu den vorab beschriebenen Symptomen führte.

Es gibt viele verschiedene Anzeichen, die den Verdacht auf eine Fistel wecken können: Eine Leukozytose mit oder ohne Linksverschiebung kann aufgrund rezidivierender Pneumonie

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Henrike Werhahn

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