Fachbeitrag
Ein Beitrag von  Autorin: Mascha Kaddori, ehem. Referentin One Health und Programme bei Tierärzte ohne Grenzen e.V.,  Tierärzte ohne Grenzen e.V. / Vétérinaires sans Frontières auf VetStage Leben mit den Herden
Weideland ist Lebensraum, Nahrung und Identität. Millionen Menschen in den Trockengebieten Afrikas leben in engem Einklang mit ihren Tieren – und sichern so das Gleichgewicht zwischen Mensch, Tier und Natur.
Quelle: Rickie Klingler für Tierärzte ohne Grenzen

Internationales Jahr der Weidelandschaften und des Hirtentums 2026

erstellt am 19. Januar 2026

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Warum wir die Lebensgrundlage von Millionen besser verstehen und schützen müssen

2026 wurde von den Vereinten Nationen zum International Year of Rangelands and Pastoralists (IYRP) ausgerufen – ein längst überfälliger Schritt. Weltweit sichern rund 500 Millionen Menschen durch Pastoralismus, also mobile oder semi-mobile Tierhaltung, ihre Existenz. In den oft trockenen und klimatisch herausfordernden Regionen Afrikas, Asiens und Lateinamerikas bewirtschaften sie Weideland, das rund 54 % der globalen Landfläche ausmacht.

Doch diese Lebensweise – eng verbunden mit jahrhundertealtem Wissen, Tierwohl und Naturverständnis – steht zunehmend unter Druck: Klimakrise, Ressourcenkonflikte, politische Marginalisierung und mangelnder Zugang zu tierärztlicher Versorgung bedrohen das Gleichgewicht zwischen Menschen, Tieren und Ökosystemen.

Was ist das IYRP und warum ist es wichtig?

Internationale Jahre der Vereinten Nationen sind globale Aktionsaufrufe. Sie schaffen Aufmerksamkeit, bündeln Wissen und mobilisieren politische wie zivilgesellschaftliche Unterstützung für Themen, die oft im Schatten stehen. Das IYRP 2026 will die zentrale Rolle von Pastoralist*innen und Weidelandökosystemen für Ernährungssicherheit, Biodiversität, Klimaanpassung und Tiergesundheit ins Rampenlicht rücken.

Für Tierärzte ohne Grenzen e.V. ist dieses Jahr besonders bedeutend. Denn Pastoralist*innen gehören zu unserer zentralen Zielgruppe. Ihre Tiere sind Lebensgrundlage, soziale Absicherung und kultureller Anker zugleich. Doch ohne funktionierende tiermedizinische Versorgung und nachhaltiges, klimaa

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Autor:innen

Autorin: Mascha Kaddori, ehem. Referentin One Health und Programme bei Tierärzte ohne Grenzen e.V.

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