Der Weg zum Kleintierzentrum Germering

erstellt am 10. Mai 2023

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Ein Beitrag von  Kleintierzentrum Germering auf VetStage Inhaber Dr. Barbara Haas und Dr. Christian Schwandt
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Der Weg von der Tierärztlichen Fachpraxis zur Tierklinik zum Kleintierzentrum Germering

Am 14.04.2004 wurde die Tierärztliche Fachpraxis Haas und Link in Germering als Überweisungspraxis eröffnet. Neben den Inhaberinnen, die die Bereiche Chirurgie und Internistik abgedeckt haben konnten dermatologische und kardiologische Patienten von Spezialistinnen abgeklärt werden. Die Praxis ist schnell gewachsen, es kamen mehr Tierarzthelferinnen, wie es damals noch offiziell hieß und mehr Auszubildende (dann zur Tiermedizinischen Fachangestellten), es kamen Tierärztinnen für ein Internship oder eine Hospitation, die Spezialgebiete wurden verstärkt und später auch erweitert und es kam der Tag im Jahr 2007, an dem wir die Klinikzulassung beantragt und dann auch bekommen haben. Wir standen alle zum Anstoßen zusammen, als eine Kollegin sich am Telefon zum ersten Mal mit „Tierklinik Haas&Link“ gemeldet hat. Zu dem Zeitpunkt war im 24-Stunden-Notdienst die Patientenzahlen sehr überschaubaren. Die diensthabende Tierärztin konnten mit dem Notdiensttelefon die Klinik verlassen und hat quasi auf Notfälle gewartet.  

Es gab damals sehr wenige Arbeitsstellen in Vollzeit, die eine Ausbildung zum Fachtierarzt/zur Fachtierärztin angeboten haben. Deshalb haben die angehenden Fachtierärzt:innen niedrige Gehälter und jedes Arbeitszeitmodell akzeptiert und sind für spannende Fälle geblieben oder extra gekommen. Dafür wurden sie im Arbeitsalltag fort- und weiterbilden. Diese Zeit war intensiv für die Mitarbeiterinnen und v.a. die angestellten Tierärztinnen, insbesondere als die Anzahl der Patienten im Notdienst deutlich zugenommen hat. Wir waren lange eine reine Frauenklinik, bis irgendwann der erste Tierarzt angefangen hat.

Im Raum München wurde ungefähr zu diesem Zeitpunkt (2009) die vierte private Tierklinik eröffnet (in allen Himmelsrichtungen um München). Dazu gab es neben der Universitätsklinik in der Innenstadt auch die Kliniken im Umland (Augsburg, Weilheim, Gessertshausen), die nicht weit entfernt sind. Trotzdem stieg das Arbeitsaufkommen dauerhaft an.

Der Wandel setzte schleichend ein, die neuen Tierärzt:innen wollten weiterhin gut ausgebildet werden und hatten Interesse an einer Weiterbildung zum/r FTA, aber das Arbeitszeitgesetz wurde immer mehr berücksichtigt und die Bezahlung spielte eine größere Rolle. Die Arbeitsverträge wurden individueller, es gab den Wunsch nach Teilzeitarbeit, für manche war die Bezahlung ausschlaggebend, für andere die Freizeit und die persönlichen Belange standen im Vordergrund. Die Generation Y hatte den Stellenmarkt übernommen.

2016 kam ein Wechsel in der Klinikleitung, die Umbenennung zu „Tierklinik Germering“. Der organisatorische Aufwand wurde immer mehr und die Mitarbeiterpflege immer wichtiger. Die individuellen Bedürfnisse eines jeden Mitarbeiters wurde erkannt und beachtet. Da die Patientenzahlen weiterhin gestiegen sind, konnten nicht immer alle Vorstellungen umgesetzt werden. Es braucht immer eine gewisse Zeit, sich auf neue Dinge einzustellen und so war es auch bei uns mit dem „Kennenlernen“ der Generation Y und Z. Wenn man selber nicht aus dieser Generation kommt, schätzt man Dinge falsch ein, wenn die Mitarbeiter teilweise voraussetzen, dass man weiß, was Ihnen wichtig ist. Dies bedeutet gute Kommunikation. Dieser Lernprozess hat gezeigt, dass das Personalmanagement deutlich mehr Zeit erfordert und deshalb kam 2022 eine weitere Kollegin ins Team, die sich ausschließlic

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