Neufassung der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) - was könnte sich ändern?

erstellt am 4. Juni 2022

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Fachbeitrag
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Eine grundlegende Überarbeitung der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) fand zuletzt 1999 statt, danach gab es lediglich zwei pauschale Erhöhungen der Gebühren um jeweils zwölf Prozent sowie die Einführung spezieller Gebühren für den tierärztlichen Notdienst – dank des enormen diagnostischen und behandlungstechnischen Fortschritts in der Veterinärmedizin und den aktuellen wirtschaftlichen Gegebenheiten hofften viele Tiermediziner:innen schon länger auf eine Novellierung der GOT.

Grundlagen der neuen GOT

Im Auftrag des BMEL hat die AFC Public Services GmbH in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Eberhard Haunhorst (Niedersächsisches Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) eine Studie mit dem Ziel durchgeführt, die Gebührensätze der GOT objektiv zu analysieren und zu bewerten. Informationen aus einer deutschlandweit angelegten Befragung praktischer Tiermediziner:innen, 25 Experteninterviews mit Vertretern unterschiedlicher Interessengruppen und eine umfassende Datenanalyse der Kostenfaktoren und der strukturellen Rahmenbedingungen für den Betrieb einer Tierarztpraxis wurden gebündelt, um eine angemessene Gebührenhöhe festzulegen. Ein Vorschlag der Bundestierärztekammer aus dem Jahr 2012 und die aktuell gültige GOT fungierten als Basis für den Entwurf der neuen GOT.

Die wesentlichen Inhalte der neuen GOT: Die Neubewertung der einfachen Gebührensätze und eine Neufassung der tierärztlichen Leistungen.

Wieso die GOT nicht mehr zeitgemäß ist

Zum einen haben sich die wirtschaftlichen Verhältnisse geändert. Höhere Entgelte für Angestellte und die anhaltende Inflation sind zwei wesentlichen Ursachen für gestiegene Praxiskosten. 

Da die GOT verpflichtend anzuwenden ist, hängen die Einkünfte von den Gebühren der GOT ab. Ein Festhalten an der alten Verordnung würde zu einer Stagnation der Einkunftssituation der Praxen führen. Zum anderen sind die in der Anlage zur GOT geregelten tierärztlichen Leistungen teilweise veraltet oder undifferenziert und neue Behandlungsmethoden sind nicht erfasst (z.B. Stoßwellentherapie

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