Mehr als nur Erbrechen: Gastrointestinaler Fremdkörper bei einer Katze 

erstellt am 29. November 2022

zurück
Fallbeispiel
Ein Beitrag von  Rex ,  Rex auf VetStage
Hinweis: VetStage ist nicht für den Inhalt verantwortlich. Bitte wende dich bei Rückfragen direkt an den Verfasser.

Anamnese 

Vorgestellt wurde eine fünf Jahre alte Norwegische Waldkatze mit relativ unspezifischer Symptomatik von Vomitus und Inappetenz

Nach Angaben des Besitzers hatte die Katze bereits seit vier Tagen kein Futter mehr aufgenommen, erbrach seitdem Gallenflüssigkeit und wurde zunehmend apathisch. Sie wird als reine Wohnungskatze gehalten. Im Haushalt lebt noch eine weitere Katze, die jedoch keine Symptome zeigte. 

Klinische Allgemeinuntersuchung 

Die Befunde der klinischen Allgemeinuntersuchung waren relativ unspezifisch: die Katze präsentierte sich leicht abgemagert (BCS: 4/9) und in einem mäßigen Pflegezustand mit mattem Fell, schuppiger Haut, beiderseits verdreckten Ohren und geringgradigen Zahnstein. Die Auskultation der Lunge und des Herzens waren unauffällig. Mit 39,2°C lag die rektal gemessene Temperatur in der Norm. Die Schleimhäute waren rosa und die kapilläre Füllungszeit physiologisch. Palpatorisch war der Magen mit Flüssigkeit gefüllt und nicht dolent. Die Augen, das Maul, der Analbereich und die Lymphknoten waren ebenfalls ohne besonderen Befund. 

Verdachtsdiagnose 

Die Verdachtsdiagnose „Gastritis“ wurde aufgrund der gastrointestinalen Symptome gestellt. Erbricht eine Katze Gallenflüssigkeit, kann dies auf eine Gastritis, sowie Entzündungen im Darm oder Lebererkrankungen hinweisen. 

Weiterführende Untersuchung 

Es erging der Rat zum Röntgen, was der Besitzer zunächst ablehnte. Zur weiteren Abklärung wurde daher nur eine hämatologische Untersuchung eingeleitet. Abweichende Parameter waren eine Erhöhung des Hämatokrit mit 0,569 L/L (Referenz: 0,303 - 0,523 L/L), des Hämoglobin 172 L/L (Referenz: 98-162 L/L) und der Retikulozyten 124,5 K/μl (Referenz: 3,0-50,0 K/μl).

Initiale Therapie

Die initiale Therapie bestand aus der Gabe von Maropitant (Prevomax®) sowie einem Analgetikum (nicht NSAID; magenschonend) und einer Infusion. 

Weiterer Verlauf 

Eine endgültige Diagnose konnte zwar nicht gestellt werden, die Kontrolluntersuchung am folgenden Tag war jedoch erfreulich - der

Jetzt anmelden und weiterlesen!

Dieser Beitrag ist nur für Tierärzt:innen, TFA und Animal Health Experts geeignet.
Lege dir jetzt kostenlos ein VetStage Profil an, um den vollständigen Beitrag zu lesen.

Jetzt weiterlesen

Themengebiete

Autor:innen

Rex

Ein interessanter Beitrag. Teile ihn jetzt mit deinem Netzwerk.