GS-441524 zur Therapie von FIP aktuell nicht legal!

erstellt am 1. November 2021

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Fachbeitrag
Ein Beitrag von  Hertzsch, R., Richter, A. (2021): GS-441524 zur FIP-Behandlung aktuell nicht legal! Deutsches Tierärzteblatt, Ausgabe: 7/2021, S. 810
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Einsatz von GS-441524 zur FIP-Behandlung strafbar

Aktuell gibt es keine effektiven, zugelassenen Therapeutika gegen das feline Coronavirus als Erreger der Felinen Infektiösen Peritonitis (FIP). Umso größer war das Interesse, als in klinischen Studien vielversprechende Daten zur Wirksamkeit des Nukleosid-Analogons GS-441524 gegen das feline Coronavirus erhoben wurden. Die Hoffnung auf eine Therapiemöglichkeit führte zu einer erhöhten Nachfrage bezüglich des Einsatzes dieses Wirkstoffes in Praxen und Kliniken. 

Dieses Molekül greift direkt in die vom Virus kodierten Replikationsprozesse ein. Bereits bekannte Substanzen oder Medikamente, die das feline Coronavirus hemmen, behindern lediglich zelluläre Prozesse, die von den Viren für ihre Replikation benötigt werden. 

Nichtsdestotrotz ist in Anbetracht der gesetzlichen Bestimmungen ein Bezug des Nukleosid-Analogons GS-441524 nicht zugelassen und auch nicht legal erhältlich! Wer den Wirkstoff beschafft oder anwendet, macht sich in Deutschland strafbar. 

Rechtliche Hintergründe

Grundsätzlich dürfen Tierärzte gemäß §56a Abs. 1 Nr. 2 Arzneimittelgesetz (AMG) nur Arzneimittel anwenden, abgeben und verschreiben, die bei Tieren zugelassen sind. Wenn ein Wirkstoff weder in der EU, noch im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) in einem Arzneimittel zugelassen ist, wie es bei GS-441524 der Fall ist, ist der Einsatz dieses Wirkstoffes, auch nach Umwidmung im Th

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Hertzsch, R., Richter, A. (2021): GS-441524 zur FIP-Behandlung aktuell nicht legal! Deutsches Tierärzteblatt, Ausgabe: 7/2021, S. 810

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